Neue Studie: Wie chinesische Firmen ihr Deutschland-Geschäft managen

Neue Studie: Wie chinesische Firmen ihr Deutschland-Geschäft managen

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Chinesische Direktinvestitionen in Deutschland (zur Vollansicht bitte auf die Grafik klicken)

von Mark Fehr

Die Zahl chinesischer Tochterfirmen in Deutschland wächst – und laut einer aktuellen Studie führen sie ihre Geschäfte weitgehend frei von Einfluss aus Peking.

Jürgen will Chinesen würgen – das jedenfalls bekamen jüngst Besucher einer Wahlkampfveranstaltung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten zu hören. Jürgen Rüttgers (CDU) erklärte der staunenden Menge flapsig, mit welchen Methoden er Unternehmer aus dem Reich der Mitte dazu bringen will, in seinem Bundesland zu investieren.

Ob er so wirklich Investoren locken kann? Fakt ist allerdings, dass sich immer mehr chinesische Firmen in Deutschland niederlassen. Zu den bedeutendsten zählen der Telekommunikationsgigant Huawei, die Fluggesellschaft Air China oder der Stahlkonzern Sinosteel. Zwar gehören die Chinesen mit Direktinvestitionen von etwa 370 Millionen Euro noch zu den kleineren Gruppen ausländischer Unternehmer.

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Doch die von der Außenwirtschaftsstatistik erfasste Anlagesumme steigt seit Jahren – nach den letzten verfügbaren Zahlen 2007 etwa um knapp 13 Prozent. Die Wirtschaftskrise hat danach für einen Einbruch gesorgt, langfristig dürfte Deutschland aber ein bevorzugtes Investitionsziel der Chinesen bleiben.

Die Wirtschaft sieht das mit gemischten Gefühlen. Chinesische Firmen stehen im Ruf, oft unlautere Geschäftspraktiken wie Korruption und Urheberrechtsverletzungen anzuwenden. Eine weitere Sorge ist, die chinesische Regierung könne durch ihre Kontrolle der zahlreichen Staatsunternehmen politischen Einfluss auf deutsche Töchter ausüben. Zumindest diese Befürchtung ist offenbar größtenteils unangebracht, sagt eine noch unveröffentlichte Studie des GIGA Instituts für Asien-Studien (IAS) aus Hamburg.

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