ThemaHandys & Tablets

alles zum Thema
_

Nokia-Vorstand Halbherr: "Tiefpunkt erreicht"

von Jürgen Berke

Der neue Nokia-Vorstand Michael Halbherr über die Krise des Mobilfunkrisen und den Versuch, coole Software für das neue Windows Phone zu bauen.

Michael Halbherr Quelle: Andreas Chudowski für Wirtschaftswoche
Michael Halbherr ist seit Juli 2011 im Nokia-Vorstand Quelle: Andreas Chudowski für Wirtschaftswoche

Herr Halbherr, vor drei Monaten rückten Sie als erster Wahl-Deutscher in den Vorstand von Nokia. Ihr Chef Stephen Elop hat Nokia vor knapp einem Jahr als Ölplattform beschrieben, auf der es lichterloh brennt. In dieser Notsituation sind Sie als Feuerwehrmann in den Vorstand befördert worden. Konnten Sie schon ein paar Brandherde löschen?

Anzeige

Halbherr: Für mich war die Berufung sehr befreiend. Ich bin ja nicht nur in den Vorstand befördert worden, ich habe auch die Gesamtverantwortung für das Geschäft mit Landkarten sowie der Navigation und den neuen Geschäftsbereich Services übernommen. Mein Team hat jetzt die Möglichkeit, extrem viel extrem schnell zu verändern. Wenn der Druck so hoch ist wie in unserer Lage und wenn man einen schnellen Vorstandschef wie Stephen Elop hat, dann kann man viel bewegen. Wir packen die Probleme mit hohem Tempo an. Das war in den vergangenen Jahren unser größtes Problem.

Was hat sich für Sie persönlich durch den Aufstieg in den Vorstand geändert?

Halbherr: Die entscheidende Neuerung ist, dass ich an der Spitze einer eigenständigen Geschäftseinheit stehe. Zu Beginn des Jahres gab es nur die Geschäftseinheiten für Smartphones und für klassische Mobiltelefone. Früher war der Bereich Services, zu denen auch wir im Navigationsbereich gehörten, im Prinzip eine Kostenstelle und ausschließlich auf die Bedürfnisse der eigenen Endgeräte ausgerichtet. Die Tatsache, dass wir die Bereiche Navigation, ortsbezogene Dienste und Commerce als für uns strategische Wachstumfelder auch ‧außerhalb der eigenen Geräte sehen, hat dazu geführt, den Bereich Location & Commerce als dritte und eigenverantwortliche Geschäftseinheit aufzustellen.

Warum ist denn dieser Bereich so wichtig für Nokia?

Halbherr: Im Durchschnitt verbringt ein Mensch sechs bis acht Jahre unterwegs. Diese Zeit wollen wir ihm so angenehm wie möglich gestalten. Egal, ob er zuverlässig von A nach B navigieren will – und, um gar nicht erst in einen Stau zu geraten, dann lieber die U-Bahn nimmt. Oder ob er in einer fremden Stadt ein Café oder am Wohnort den neuen In-Italiener sucht – das alles werden wir auf einer Vielzahl mobiler Endgeräte ermöglichen. Auf Nokia-Geräten wird dies besonders gut integriert sein.

Von Ihnen hängt also insbesondere ab, ob Nokia auch mit Software Verkaufserfolge feiert?

Halbherr: Nokia will im Bereich Location eine noch stärkere Marke werden – und das auch jenseits von Nokia-Geräten. Eine ähnliche Strategie verfolgt auch Amazon mit dem Kindle. Die entsprechende Software gibt es auch auf dem iPhone und auf anderen Geräten. Eine ähnlich starke Verbreitung streben wir auch an. Alle internen Angebote müssen deshalb auch extern wettbewerbsfähig sein. Nur dann können wir zum Beispiel Google Maps angreifen.

Zu diesem Artikel
2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.10.2011, 09:20 UhrAnonymer Benutzer: Heute verkaufen SPD/GRÜNE Deutschland!

    SPD und GRÜNE stimmen heute GEMEiNSAMEM EFSF-Hebelentwurf mit CDU zu!

    Özdemir wird wohl mit feuchten Vizekanzler-Träumen gelockt.

    bei SPD gibt's für alle Vision Großer Koalition und:
    1. für OST-Landesfürsten doch keine SOLi-Eindampfung
    2. für Arnold paar Kasernen weniger die wegrationalisiert werden
    3. Nahles wird mit Mini-"bankenabgabe", als Transaktionssteuer umgetauft, gelockt
    4. Schulz kriegt nach SPD-Zustimmung zum EU-EUdSSR-Streich EU-Parlamentspräsidenten
    5. CDU hält weiter still, dass DE-Untergang durch Finanzderegulierung unter Eichel/Steinmeier/Schröder/Asmussen AUSGELÖST wurde, als Ackermann mit DEUTSCHEN bANKEN schon 02/2003 bei Schröder auf der Matte saß, um bAD bANK zur Entsorgung von 300 Mrd Euro bANK-Schrottpapiere zu fordern!

    So zieht Omerta-Untergangskaravane weiter, nun wieder historisch von "innigen Verantwortung" zustimmend ergriffen!

    Mit der Freigabe des 211 Mrd EFSF-Rahmens zur freien Ausgestaltung durch Haushaltsausschuss wird der ohne Öffentlichkeit auf bis 4.400 Mrd Euro aufgepumpt (10% Vers/Garantie)!

    Mit EFSF-HEbELUNG legalisieren sie ganzen CDS-/Zweckgesellschafts-Zirkus der investmentbanken und geben so endgültig Anspruch auf Welt rettende Regulierung der Untergangsmonster auf!

    Weiterhin geben sie so Europa quasi zum Ausverkauf an China und bRiCs über besicherte Anleihen frei, so dass Europa dafür bald "offenherzig" zusehen muss, wie China EU u.a. mit Autokopien überfluten wird und WTO-Marktwirtschaftsstatus bekommt, mit dem sie noch ungehindeter Welt mit Exporten fluten kann!

    Dazu nach US-Wunsch zu G20 weiter massiv EZb-QE-Geldvermehrung, -Anleiheaufkäufe und banken-/Vers.-Rekapitaliserung trotz deren 30 biO Euro Aktiva!

    ALSO:
    TOTALER und AbSOLUTER Kniefall vor US-FiNANZOLiGARCHiE und den EU-Postdemokraten, nur um warme beiratssitze/beraterverträge auf dem Weg zur EUdSSR der vollinsolventen Steuergeldumverteiler abzuräumen!

    Namentliche Würdigung ist ihnen sicher!

  • 26.10.2011, 09:19 UhrAnonymer Benutzer: SCHULDEN DE-Städte 150 Mrd vs EFSF 211 Mrd - iO?

    Merkel & Co. verdreht in FDJ-Tradition dialektisch Tatsache der "Deregulierungs-/banken-/Staatenkrise" zu griffigen Slogans wie "EURO-Krise", "Krise UNSERER Währung", "Scheitert EURO, scheitert Europa"!

    Dies trotz 20% Außenwert-ÜbERbEWERTUNG des EURO als DE-Exporthemmung!

    Aber einzig wahres Ziel von MERKOZY/Schäuble ist es, was Schäuble beim ZEiT-Forum sinngemäß umschrieb, dass es nun gilt gar nicht so verwerflichen Druckaufbau der EU-Krise entspannt zu nutzen, um "überlebte Nationalstaaten" ihrer Rechte zu Gunsten weiter ohne EU-beitrittreferenden gleichgeschalteten EU zu entkernen!

    Und um EU so weiter nur unter Fittiche des demokratisch dafür nicht legitimierten EU-Rates nun als "EU-Wirtschaftsregierung" getarnt zu führen!

    Weiter ohne ECHTE EU-GEWALTENTEiLUNG!

    Und ohne VOLLE KONTROLLE des FREi und von Parteilisten UNVORbESTiMMT GEWÄHLTEN und nur nach EU-bürgern gewichteten EU-PARLAMENTS ("one man, one vote")!

    Da dazu gegen 80% der EU-bürger brutale Grundgesetz-/EU-Vertragsänderungen nötig sind, so wird SPD/GRÜNE von CDU nun mit großkoalitionären Visionsfantasien zur willigen Mittäterschaft gelockt!

    Auch konservative EU-Fraktion wird von Merkel gerade zur Vorbereitung WEiTERES EU-VERFASSUNGSKONVENTS eingestimmt, obwohl letzter durch FR/NL scheiterte!

    Aber wie Ex-EU-Parlamentpräsident Pöttering (CDU) damals in etwa sagte, "wir lassen so lange abstimmen bis es klappt"!

    Solange Machtverhältnisse im pseudodemokratisch ungleichgewichteten EU-VOR-Parlament noch konservativ dominiert sind und EU immer noch ohne EU-beitrittsreferenden nur in dafür dem. unlegitimierten Hand der EU-Staatschefs liegt, sollen nun still und schnell endgültige Tatsachen geschaffen werden, bevor Widerstand entsteht!

    Dank des blinden SPD-Verlangens Kollega Schulz zum EU-Parlamentspräsidenten zu krönen springen auch sie über jedes noch so postdemokratische Stöckchen!

    EU-Absurdistan durch neuen Rechts-/Verfassungsbruch!

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.