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Nürburgring-Affäre: ADAC droht mit Abzug des 24-Stunden-Rennens

von Franz W. Rother

ADAC-Präsident Peter Meyer rechnet damit, dass die Bundesregierung auf deutschen Autobahnen bald Pkw-Maut kassiert.

WirtschaftsWoche: Herr Meyer, Parteien und Sportvereinen laufen die Mitglieder davon, der ADAC gewinnt jedes Jahr mehr als 400.000 hinzu – 17,5 Millionen Deutsche gehörten Ende 2010 dem Club an. Wie schaffen Sie das?

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Meyer: Ganz simpel: Die Menschen vertrauen uns. Und wir setzen uns für unsere Mitglieder ein. Wir versprechen nicht nur etwas, wir helfen auch tatsächlich.

Wenn das Auto oder Motorrad streikt.

Nein, wir helfen allen, die mobil sind – auch mit Bahn oder Flugzeug. Wir helfen längst nicht mehr nur bei klassischen Autopannen.

Wie viele Mitglieder werden von den ADAC-Pannenhelfern geworben?

So funktioniert das nicht bei uns. Die Mitgliedschaft gilt nicht ab dem Zeitpunkt der Panne, sondern erst am nächsten Tag. Geholfen wird trotzdem.

Gegen die vielen Staus aber scheint der Club machtlos zu sein. Haben Sie keinen Einfluss auf die Verkehrspolitik?

Wir sehen nicht unsere Aufgabe darin, zu Massenprotesten gegen Staus oder den schlechten Zustand der Straßen aufzurufen. Das würde nicht funktionieren. Wir setzen lieber auf knallharte Sacharbeit im Hintergrund. Unseren Einfluss würde ich nicht gering schätzen.

Dennoch wird über eine Pkw-Maut debattiert. Wie realistisch sind solche Pläne?

Wir müssen davon ausgehen, dass der Staat aufgrund der Schuldenproblematik und Ausgabenpolitik immer tiefer in die Taschen der Bürger greift. Die Besteuerung des Verkehrs wird weiter wachsen, durch eine Pkw-Maut, Straßenvignette oder Schlaglochsteuer. Egal, wie man es nennt: Das Autofahren wird in Zukunft mit Sicherheit teurer.

Auch weil die EU die Staukosten auf die Länder umlegen will, in denen die Staus entstehen. Als Export- und Transitland wäre Deutschland davon stark betroffen.

In der Tat. Wir finanzieren mit unseren Steuergeldern, die wir an die EU zahlen, europaweit neue Straßen – und sollen nun auch noch für die Staus auf unseren Straßen Strafe zahlen. Man will also die abkassieren, die unter den Staus am stärksten leiden.

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4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.07.2011, 15:11 UhrAnonymer Benutzer: Beobachter

    Man nehme 5 Söhne eines ehrbaren Düsseldorfer Kaufmanns, dazu einen dubiosen Finanzvermittler, tolle Visionen und eine ratlose Dumpfbacken-Landesregierung, und fertig ist die Heilsbringung..., Ach wärt ihr doch in Düsseldorf (bzw. Alt-Meererbusch...) geblieben, schöne Playboys...

  • 03.07.2011, 10:08 UhrAnonymer Benutzer: Axel J. Zahn

    in dieser Woche sind die Gräben, die sich zwischen betreibern und Veranstaltern am Ring auftun, nochmals mehr als deutlich geworden.

    Ein Jahr nach dem Tag Null wird Jörg Lindner, der Geschäftsführer der Nürburgring Automotive GmbH und Pächter des gleichnamigen Hotels am Ring (von Kai Richter mit Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz gebaut) im Motorsprot Guide zitiert: Rennsport macht den Nürburgring aus, daher ist Lindner mit der VLN im Gespräch, das Format noch interessanter zu machen. Lindner: „Die VLN ist ein schlafender Riese.“ Man habe auch keine Rennveranstaltung abgesagt. „Motorsport ist weiterhin das Thema am Nürburgring, reicht aber alleine heute nicht mehr aus."

    Wie die Wertschöpfungskette eines Herrn Linder aussieht, wird klar, wenn, wie uns aktuell zugetragen wurde, eine Zeltfläche mit einer Fläche von 200 x 20 m dem Veranstalter des 24h Rennens obligatorisch für 250,000 EUR angeboten wird. Doch stand das Zelt nicht schon bei Rock am Ring dort oben? Der Veranstalter hat es jedoch verstanden, diese Fläche nicht anzumieten. Das Zelt ist nicht ab. Und wieder aufgebaut worden, es steht noch immer da oben auf dem boxendach. Jetzt wird es für den Truck Grand Prix und später für den Formel 1 genutzt. Zieht man die entgangenen Mieteinnahmen von Rock am Ring und den Formel 1 Grand Prix ab, verdient die NAG mit dem Zelt ca. 500,000 EUR, Was kostet es, ein solches Zelt zu errichten und für die Dauer von 3.Monaten zu mieten? Sicherlich bleibt da noch eine Gewinnspanne.

    Nur wenige Tage später liest man in der Wirtschaftswoche: Nürburgring-Affäre: ADAC droht mit Abzug des 24-Stunden-Rennens

    Der bzw. die Veranstalter und die Eigentümer des Rings, das sind noch immer das Land und die Gemeinde und nicht Herr Lindner oder Herr Richter, müssen sich endlich an einen Tisch setzen und die Ära der neuen Herren des Rings von König Kurt´s Gnaden schnellstmöglich beenden!

    Axel J. Zahn
    NürburgLeaks@Facebook

  • 03.07.2011, 09:42 UhrAnonymer Benutzer: Karl-Heinz

    Zolder oder Spa als Alternativen zur Nordschleife zu nennen qualifiziert den Herrn Meier nicht gerade als Kenner der Materie, 24h Stunden Rennen gibt es viele auf der Welt, unter anderm ja auch schon in Spa, aber "das 24h Rennen" kann es nur auf dem Mythos Nordschleife geben, wer hier gewinnt ist ein Held, und das Prestige hier gewonnen zu haben ist mit nichts anderem vergleichbar.
    Wenn der Herr Meier meint er müsse das auf einer anderen Strecke austragen, dann soll er es machen, dann wird er einen noch größeren Schiffbruch erleiden.

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