Obama: Präsidiale Unterstützung für die Modekette J. Crew

Obama: Präsidiale Unterstützung für die Modekette J. Crew

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Michelle und Barack Obama beim Ball im Convention Center von Washington

Eigentlich sind die Zeiten mehr als hart für den amerikanischen Einzelhandel. Die Umsätze brechen weg. Erst vor wenigen Tagen musste mit Circuit City die zweitgrößte Elektronik-Kette des Landes nach 60 Jahren im Geschäft verkünden, dass sie endgültig dicht macht. Doch es gibt einen Händler, der aktuell Grund zum Feiern hat: Die unter anderem zum Finanzinvestor Texas Pacific Group gehörende Modekette J.Crew.

Wegen des Ansturms an Kunden war der Online-Shop von J.Crew in den letzten Tagen mehr als einmal nicht erreichbar. Und die rund 270 Läden des Händlers wurden von jeder Menge Kaufwilliger gestürmt.

Grund ist wie für vieles in diesen Tagen die frisch ernannte Präsidentenfamilie um Barack Obama. Denn die hat J.Crew praktisch zu ihrer Hausmarke erklärt. Die Töchter des neuen US-Präsidenten Malia, 10, und Sasha, 7, waren zur Amtseinführung ihres Vaters von J.Crew-Designern in eigens für sie entworfene Mäntel, Handschuhe und Schals gehüllt. Barack Obama selbst tanzte beim Amtseinführungsball mit einer für ihn von J.Crew gefertigten seidenen Fliege auf. Und Michelle Obama hielt Abraham Lincolns Bibel, auf die ihr Mann seinen Amtseid schwur, mit grünen Handschuhen von J.Crew. Am Tag vor der Amtseinführung trat Michelle Obama zudem in Rock und Strickjacke der Modekette auf.

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Auf der Website des Händlers, wo jetzt unter anderem die Skizzen für die Outfits der Kinder gezeigt werden, heißt es: „Wir fühlen und geehrt, dass wir eine Rolle in ihrer historischen Woche spielen konnten.“ Es gebe keine Worte dafür, wie begeistert man gewesen sei, die Mädchen in J.Crew-Kleidung zu sehen. Nun will die Modekette die Stücke in ihre nächste Kollektion mit aufnehmen, ist aus dem New Yorker Hauptquartier zu hören. Die J.Crew-Aktie legte gestern um zehn Prozent zu.

Ein Mitarbeiter von Michelle Obamas hatten im November J.Crew damit beauftragt, entsprechende Entwürfe zu entwickeln. Dem Unternehmen zufolge akzeptierte die Familie die Kleidungsstücke erst zwei Wochen vor der Amtseinführung und forderten für diese die Rechnungen an.

Barack Obamas Töchter Sasha Quelle: AP

Barack Obamas Töchter Sasha (l.) und Malia

Bild: AP

Schon im Oktober hatte Michelle Obama für einen Ansturm auf J.Crew-Läden und den Online-Shop gesorgt, als sie in der „Tonight Show“ von Jay Leno zugab, Rock, Bluse und Strickjacke online bei dem Modehändler gekauft zu haben. Auch damals war die Internetseite unter der Last der Besucher zusammengebrochen. Die Bemerkung war eine Spitze gegenüber der republikanischen Kandidatin für die Vizepräsidentschaft, Sarah Palin. Denn die hatte sich mit Geld aus der Wahlkampfkasse teure Stücke von Edeldesignern wie Armani, Dior, Chanel und Valentino kaufen lassen. J.Crew gilt dagegen als Marke für die amerikanische breite Masse im mittleren Preissegment.

Allerdings hat die Modekette nicht nur gute Zeiten durchlebt. Viele Jahre lang steckte sie in der Krise. Erst als sie 2004 den Ex-Apple-Manager und früheren Chef des Konkurrenten GAP, Millard Drexler, anheuerte, kam die Wende. Drexler machte das Unternehmen wieder salonfähig, brachte frischen Wind in die Kollektion. Inzwischen erwirtschaftet J.Crew jährlich mehr als eine Milliarde Dollar Umsatz und beschäftigt um die 8000 Mitarbeiter. In Deutschland ist die Modekette nicht vertreten.

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