Oberleitungs-Diebstahl: Millionenverlust durch Leitungsklau bei Deutscher Bahn

Oberleitungs-Diebstahl: Millionenverlust durch Leitungsklau bei Deutscher Bahn

von Christian Schlesiger

Sie kommen nachts, klettern die Masten hoch, trennen mit Bolzenschneidern die Oberleitungen durch und transportieren ihre Beute mit Kleinlastern ab – Diebe, die Strom- und Telekommunikationskabel stehlen.

Allein die Deutsche Bahn registrierte von Januar bis Oktober dieses Jahres 2100 Fälle, 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Den materiellen Schaden beziffert sie auf 12 bis 15 Millionen Euro.

Die Kriminellen haben es vor allem auf Eisen- und Buntmetall abgesehen, insbesondere auf Kupfer. Denn der Wiederverkaufswert einiger Metalle stieg seit Anfang des Jahres um 30 Prozent.

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Härter als der materielle Schaden treffen den Konzern die Verzögerungen im Schienenverkehr, die der Kabelklau verursacht. So musste im Sommer ein Teilabschnitt der Strecke Hannover–Berlin über mehrere Stunden gesperrt werden, weil Diebe 800 Meter Metall entwendet hatten. Betroffen seien vor allem Regionen in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den ostdeutschen Ländern mit Ausnahme Mecklenburg-Vorpommerns, heißt es bei der Bahn.

Sie will nun statt Kupfer verstärkt Stahl einbauen. Das bringt den Dieben beim Wiederverkauf weniger ein. Gleichzeitig setzt Bahn-Chef Rüdiger Grube auf Informationsangebote an Altmetallverwerter, um den Weiterverkauf des Diebesguts zu erschweren.

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