Öl-Katastrophe: BP: "Wir werden überleben"

Öl-Katastrophe: BP: "Wir werden überleben"

von Yvonne Esterházy

BP-Vorstand Iain Conn sieht Öl-Multi trotz hoher Schadensersatzforderungen nicht gefährdet. Spekulationen und Forderungen über eine Ablösung von Konzernchef Tony Hayward weist er zurück.

Die Existenz des schwer angeschlagenen Ölmulti BP plc  ist nach Ansicht von Vorstandsmitglied Iain Conn nicht gefährdet: „BP wird überleben. Das Unternehmen ist finanziell gesund und hat einen robusten Cash-Flow“, sagte Conn der WirtschaftsWoche. BP hatte sich am Mittwoch mit der US-Regierung auf die Einrichtung eines 20-Milliarden-Dollar-Hilfsfonds geeinigt und will außerdem 100 Millionen Dollar für Arbeiter zur Verfügung stellen, die wegen des Stopps der Tiefseebohrungen arbeitslos geworden sind.

Der britische Ölmulti wird in diesem Jahr keine Dividenden ausschütten. Trotz der finanziellen Stärke könne der Konzern allerdings nur die rechtmäßigen Schadensersatzforderungen erfüllen, warnte Conn: „Selbst ein Unternehmen wie BP kann nicht auf unbegrenzte Ressourcen zurückgreifen“. Seit der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko am 20. April, bei der elf Menschen ums Leben kamen, ist der BP-Aktienkurs abgestürzt, der Wert des Unternehmens hat sich fast halbiert und die Ratingagentur Fitch hat die Bonität von BP um sechs Stufen heruntergestuft.

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BP-Chef im Kreuzverhör

Conn, der bei BP das Raffinerie- und Marketinggeschäft leitet, nahm seinen Chef Tony Hayward in Schutz: „Er hat die volle Unterstützung des Management-Teams und des Aufsichtsrats. Es gibt überhaupt keinen Grund anzunehmen, dass er in einem Jahr nicht mehr da ist“. Hayward steht seit zwei Monaten in den USA unter heftigem Beschuss. 

Nach einem siebenstündigen Kreuzverhör im US-Kongress am Donnerstag warf ihm der Vorsitzende des Energieausschusses Henry Waxman vor, der Brite habe die ganze Zeit „gemauert“. Hayward hatte betont, er könne keine Auskünfte darüber machen, was auf der Plattform vor dem Unfall passierte, weil er damals an den Entscheidungen nicht beteiligt gewesen sei. US-Präsident Barak Obama hatte unlängst klargemacht, dass er Hayward längst gefeuert hätte, wenn er könnte.

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