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Ölkonzerne: BP bietet Aral zum Verkauf an

von Andreas Wildhagen

Der ins Schlingern geratene Mineralölkonzern BP will im Zuge seiner Desinvestitionsstrategie auch die deutsche Tankstellenkette Aral zum Verkauf stellen, verrieten beteiligte Investmentbanker der WirtschaftsWoche.

BP braucht flüssige Mittel, um die Milliardenforderungen der Opfer der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko begleichen zu können.

Auf gut zwei Milliarden Euro taxieren die Investmentbanker den Wert von Aral mit seinen 2500 Tankstationen in Deutschland. Die Kette ist Marktführer in Deutschland und insbesondere mit ihren Tankstellen-Shops sehr erfolgreich.

Als mögliche Käufer werden von den mit der BP-Verkaufsstrategie vertrauten Investmentbankern der französische Mineralölkonzern Total, der europäische Tankstellenverbund Avia (2900 Tankstellen) und der russische Ölkonzern Rosneft genannt.

Rosneft hat gegenüber BP bereits Interesse signalisiert, ins westeuropäische Endkundengeschäft einzusteigen und Aral mit Benzin zu beliefern, das aus russischem Erdöl eigener Produktion gewonnen wird. Aus diesem Grund sei Rosneft auch am Erwerb der beiden deutschen BP-Raffinierien in Nordrhein-Westfalen, in Gelsenkirchen und Lingen, interessiert.

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13 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 02.08.2010, 12:23 UhrAnonymer Benutzer: Mark

    Wenn es eine berufsgruppe gibt denen ich noch weniger Glauben schenke als Managern von Ölfirmen, dann sind das (investment)banker. Das bP den Downstreambereich verkauft ist eine Phantasie die die banker schon lange mit ich rumtragen. Der einfache Grund ist, dass man mit dem Explorationbereich mehr Geld macht und investmentbanker nichts von der realen Welt verstehen, sie sind nur (noch mehr als die Ölfirmen selber) auf Profit aus. Das es keinen Oilmajor gibt der nicht in beiden bereichen "mitspielt" sehen diese Leute natuerlich nicht.

  • 01.08.2010, 22:36 UhrAnonymer Benutzer: Knut

    Wir haben die ersten E-Tankstellen in der Stadt. Wozu also auf Dinosaurier setzen, deren Tage gezählt sind, wenn man in verantwortungsbewusste Zukunftsplanung investieren kann? Mir gefällt das es bP aus der Kurve zieht und das offenbar kein deutscher investor doof genug ist Geld für das Auslaufmodell Öl/benzin in die Hand zu nehmen. Sollen sich doch die Russen gern ihren Wunschtraum von einer eigenen Tankstellenkette sichern. Letztlich kaufen sie sich damit nur viel Platz für E-Tankstellen, bleiben auf ihrem benzin sitzen und der Strom kommt von Offshore-Windparks. Das steigert die Rendite von Siemes und anderen Anbietern, schafft nachhaltige und spezialisierte Arbeitsplätze in Deutschland und bringt Steuereinnahmen. Dank bP ;-))

  • 01.08.2010, 16:49 UhrAnonymer Benutzer: Unternehmer

    Das unterscheidet eben den Profiteur vom Unternehmer.

    "gleich nach bekanntwerden..." - no comment.

    zu dem Verkauf kann ich nur sagen *schade* und mich dem Tankspezialist anschließen. bP ist im Vergleich zum Wettbewerb mit Sicherheit noch das best geführte Unternehmen.

    Aber Toyota wurde ja auch mit einer Schmutzkampagne überzogen. Anscheinend wissen sich schlechtest geführte amerikanische Verliererunternehmen nicht mehr anders zu helfen als den ausländischen Wettbewerb in den Dreck zu ziehen, sobald sich eine Gelegenheit dazu bietet.

    Zu Shell und Exxon möchte man doch lieber gar nichts sagen.

    bP hat es leider übel erwischt und so kurzfristig orientierte Profiteure ohne Verantwortungsbewußtsein, tun ihr übriges dazu.

    Nehmen sie es mir nicht übel, aber ich find Aktienunternehmer wie sie zum ko..

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