Ölpreis: Für drei Jahre reicht Öl der Arktis

Ölpreis: Für drei Jahre reicht Öl der Arktis

Bild vergrößern

Die Trans-Alaska Öl-Pipeline von BP in Alaska

In der Arktis gibt es laut einem geologischen Gutachten genug Ölvorkommen, um die Welt bei ihrer derzeitigen Nachfrage drei Jahre lang zu versorgen. Der Ölpreis stablisiert sich heute wieder.

Auch gestern gab es Diskussionsstoff rund um den Ölpreis: Die Demokraten sind da im US-Repräsentantenhaus mit einer Initiative gescheitert, die Regierung zur Freigabe von 70 Millionen Barrel Öl aus der strategischen Ölreserve der USA zwingen. Sie hatten gehofft, dass das zusätzliche Öl auf dem Markt zu einem Rückgang der Spritpreise führen werde. Die Gesetzesvorlage wurde zwar mit 268 gegen 157 Stimmen angenommen. Für die Annahme wäre aber eine Zwei-Drittel-Mehrheit erforderlich gewesen, und die wurde verfehlt.

Eine Studie der US-Regierung erforschte die die Ölvorkommen in der Arktis. Demnach werden dort im Meeresboden 90 Milliarden Barrel Öl sowie Gasvorkommen von 1,67 Billionen Kubikfuß (Tcf) vermutet. „Bevor wir Entscheidungen über die Zukunft von Öl und Gas sowie über den Schutz bedrohter Tierarten, natürlicher Gemeinschaften und der Erde als ganzes treffen, müssen wir wissen, was es dort unten tatsächlich gibt“, sagte Mark Myers, Direktor der zuständigen US-Behörde USGS.

Anzeige

Ölpreis in den letzten Tagen gesunken

Er betonte, dass sich die Studie nicht mit der Wirtschaftlichkeit und Erschließungskosten beschäftigt habe, die nach Expertenansicht erheblich seien dürften. Neben den USA erheben auch Russland, Kanada, Dänemark und Norwegen Anspruch auf die Rohstoffe. Aufgrund der Klimaerwärmung und des erwarteten Abschmelzens der Polkappen werden die arktischen Öl- und Gas- sowie Edelmetall-Lagerstätten auf dem Meeresboden künftig leichter zugänglich.

In den letzten Tagen hatte der Ölpreis kräftig nachgegeben: Der Ölpreis rutschte gestern zeitweise um fast einen Dollar auf 123,62 Dollar je Barrel (159 Liter) US-Leichtöl und notierte damit so niedrig wie seit sieben Wochen nicht mehr. Am Vorabend hatten auch die US-Lagerdaten den Druck auf den Ölpreis verstärkt. Zwar waren die Rohölbestände stärker als erwartet gefallen, was normalerweise den Ölpreis nach oben hätte treiben können. Doch war dafür der Anstieg der Benzinvorräte überraschend hoch ausgefallen.

Das sei umso bemerkenswerter, da die Kapazitätsauslastung der US-Raffinerien gesunken sei, stellten die Commerzbank-Analysten in ihrem Tageskommentar fest. „Dass die Lagerbestände dennoch so stark ansteigen, deutet auf eine extrem schwache Nachfrage hin.“ Zuvor sorgte schon der Hurrikan „Dolly“ für Entspannung. Der tropische Sturm steuert auf die Grenze zwischen den USA und Mexiko zu - es wird aber immer unwahrscheinlicher, dass „Dolly“ auch die Ölförderanlagen im Golf von Mexiko treffen könnte.

DieTalfahrt der Preise ist seit heute aber vorerst beendet: Der Ölpreis legte rund ein Prozent zu und notierte bei knapp 126 Dollar je Barrel (159 Liter).

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%