_

Online-Handel: Ebays Imagewandel wird nicht leicht

Kolumne von Holger Geißler

Ebay will mit einem veränderten Geschäftsmodell erfolgreichen Online-Händlern wie Amazon Paroli bieten. Wie eine aktuelle Markenuntersuchung zeigt, könnte dies schwierig werden, schreibt Holger Geißler von YouGov.

Stephan Zoll, Quelle: dpa
Stephan Zoll, Geschäftsführer ebay Deutschland Quelle: dpa

Vor einigen Jahren war Ebay noch eines der Vorzeigeunternehmen der Internetbranche. Doch irgendwann bekam die Erfolgsstory Risse: Die auktionsbasierten Angebote waren für viele Verbraucher offenbar weniger attraktiv als Festpreis-Angebote von Online-Händlern wie Amazon, die immer erfolgreicher wurden. Um solchen Händlern Paroli bieten zu können, will das Unternehmen nun weg von seinen Wurzeln und statt Auktionshaus eine Online-Shopping-Plattform werden.

Anzeige

Deutlicher Imageverlust innerhalb nur eines Monats

Fraglich ist jedoch, wie dieser Wandel bei den Verbrauchern ankommt. Wie eine aktuelle Imageanalyse auf Basis des Markenmonitor YouGov BrandIndex zeigt, sind die Imagewerte von Ebay in den vergangenen Tagen deutlich gesunken. Während die Marke im Mai zeitweise noch 69 BrandIndex-Punkte erreichte, waren es einen Monat später nur noch 59 BrandIndex-Punkte.

Die neuen Pläne der Handelsplattform sind offensichtlich bei den Verbrauchern nicht besonders gut angekommen. Negativ dürfte sich auch das neue Gebührenmodell auf die Meinung der Verbraucher auswirken, da dieses für viele private Verkäufer eine deutliche Erhöhung der Kosten bedeutet. Um die Deutschen vom neuen Konzept zu überzeugen und den Imagewechsel zu unterstützen, startete Ebay vor kurzem eine großangelegte Werbekampagne mit dem Slogan „Mein Ein für Alles“.

9 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.07.2011, 21:50 UhrAnonymer Benutzer: Jürgen Becker

    in der heutigen Zeit, möchte jeder Händler, egal womit er sein Geld verdient, möchte er den Kunden so schnell über den Tisch ziehen, dass er das als Nestwärme empfindet. Leider ist es schade, dass der "Kunde" es heute nicht mehr merkt, das es dem "Verkäufer" nur um sein Geld geht. Allen Menschen ist est es doch heute egal, ob sie einen anderen "betrogen" haben.
    ich war 43 Jahre im "Handel" und ich weiss wovon ich spreche.
    Heute bin ich als Rentner froh, das ich damit nichts mehr zu tun habe.
    Wenn einer im Handel sagt: Was kann ich für Sie tun. Hat er schon
    gelogen.

    Gruß

    Jürgen becker

  • 15.07.2011, 14:19 UhrAnonymer Benutzer: Egon Rosar

    Guten Tag, wer bringt es fertig die Welt in den Abgrund zu reißen,
    Amerika, denkt an 1929, man arbeitete ein System im laufe der Zeit
    aus, wo keiner das Gefühl hatte wenn er an die Kasse ging, das es
    sich um Geld handelte. Man gewöhnte sich an , Geld zu drucken in
    billionen, das Leben muß und wird weiter gehen

  • 19.06.2011, 00:18 UhrAnonymer Benutzer: mcmaier

    Also ich habe meinen Amazon-Account gekündigt, weil Amazon sich in der Angelegenheit Wikileaks/Assange von der US-Regierung hat erpressen lassen und rechtswidrig bestehende Verträge brach. Mir so einem Verein möchte ich keine Geschäfte mehr tätigen.

    Es blieben da noch ebay und paypal. Paypal fiel aus, nachdem man mir Gebühren berechnete für eine Rücküberweisung. Der Kunde haftet also dafür, daß paypal offensichtlich nicht in der Lage ist, die schwarzen Schafe unter seinen Kunden auszusortieren. Akt 2: payal-Account gekündigt,

    Akt 3 ebay: Ebay hat zwei Gesichter: Günstige Konditionen für Händler, überteuerte Konditionen für Privatleute. Das führte dazu, daß es keine günstigen Händler-Angebote mehr gibt (die stellen überteuerte Ware lieber mehrmals ein) und daß Privatleute hochwertige Produkte sonstwo besser verkaufen können. bei günstigen Produkten gehen Händler dauz über, die ebay-Provision vomKunden bezahlen zu lassen. Ebay hat damit die Klientel, der sie den Aufstieg verdankte, verprellt. ich selbst stelle dort nichts mehr ein, schlage aber ab und an zu, wenn sich en Dummer findet, der bereit ist, 9% an ebay abzuführen.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.