Online-Handel: Frische Bananen bei Amazon

Online-Handel: Frische Bananen bei Amazon

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Buchpakete von Amazon: Der Internet-Versandhändler will nun auch frische Lebensmittel auf Bestellung liefern.

von Henryk Hielscher

Während Otto noch plant, liefert Amazon schon aus: Der amerikanische Internet-Versender startet in Deutschland mit dem Verkauf von 35.000 Lebensmitteln und Getränken via Web und lässt die Hamburger Konkurrenz blass aussehen. Doch das neue Angebot hat Schwächen: Bier und Rinderhack bleiben auch bei Amazon rar.

Kaum hat der Chef des Versandhandelskonzerns Otto, Hans-Otto Schrader, in der vergangenen Woche kund getan, über einen Einstieg in den Online-Verkauf von Lebensmitteln nachzudenken, legt die Konkurrenz schon los: Der Online-Händler Amazon bietet über seinen deutschen Webshop ab heute insgesamt 35 000 Produkte von Gemüse, Fleisch und Fisch über Backwaren bis hin zu Getränken an.

Wie bei anderen Sortimentsbereichen auch deckt Amazon dabei nur einen Teilbereich der Waren selbst ab. Rund zehn Prozent aller Produkte verkauft und liefert der amerikanische Online.Händler direkt. Darunter vor allem lagerbare Artikel wie Nudeln und Salz. Das restliche Angebot – vor allem Frischware - wird von insgesamt 60 Partner-Unternehmen bereit gestellt, die auch die Belieferung der Kunden selbst organisieren. Zu den größeren Anbietern zählen dabei Online-Spezialisten wie froodies, saymo und natur.com, die selbst Milch und empfindliche Früchte wie Bananen in ihren Sortimenten führen.

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Bedingt partytauglich

So sehr die Plattform-Lösung auch die Angebotspalette erweitert, gibt es – vor allem bei Getränken - noch einige Lücken. So werden vor allem hochpreisige Produkte und Spezialitäten angeboten. Wer sich hingegen das Bierkisten-Schleppen vor der nächsten Geburtstagsparty ersparen will, muss schon auf exotisches Gebräu ausweichen: So findet er zwar portugiesisches Superbock oder bayerisches Bio-Bier zum Flaschenpreis von 1,39 Euro - den Kasten Becks sucht er hingegen vergebens. Harte Spirituosen fehlen ganz.

Damit ist der Lebensmittelshop nur bedingt partytauglich und auch der klassische Wochenendeinkauf könnte schwierig werden. Zwar ist das reine Lebensmittelsortiment bereits überraschend breit und soll weiter ausgebaut werden. Von Butter bis zu Tomaten gibt es schon heute viele frische Waren. Durch die Plattformlösung wird es jedoch schwierig, wenn der Kunde bei mehreren Anbietern ordert. Immerhin: Der Kunde soll nur eine Rechnung erhalten. Da die Anbieter die Bestellungen aber nicht koordinieren, können im Zweifel verschiedene Liefertermine anfallen.   

Beim normalen Versand ist die Lieferung ab einem Warenwert von 20 Euro kostenlos. In Frankfurt und Berlin liefert Amazon auch noch am selben Abend, sofern die Bestellung bis 11 Uhr eingegangen ist.

In den USA betreibt Amazon bereits seit Jahren ein entsprechendes Lebensmittelangebot. Dort umfasst das Sortiment bereits rund 300.000 Artikel.

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