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Onlinehandel: Amazon.com: Vom Pleitekandidaten zum Vorbild

von Matthias Hohensee

Verlässliche Gewinne, steigender Umsatz – der Online-Händer Amazon.com ist auf dem Höhenflug. Dabei galt er einst als Pleitekandidat, sein Gründer als Phantast.

Amazon.com- Gründer Jeff Quelle: AP
Amazon.com- Gründer Jeff Bezos Quelle: AP

Ausgerechnet Schulden brachten die Wende. Im Januar 2002 – sieben Jahre nach Gründung und insgesamt 2.9 Milliarden Dollar an Verlusten – meldete der Online-Händler Amazon.com überraschend den ersten Profit in seiner Unternehmensgeschichte. Zwar waren es nur fünf Millionen Dollar. Und beim Studieren der Bilanz stellte sich heraus, dass der Gewinn nicht dem Handel mit Büchern und Musik-CDs entsprang.

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Vielmehr hatten sich in Euro abgeschlossene, langfristige Schulden dank der damaligen Talfahrt der europäischen Währung verringert. Amazon.com musste so weniger zurückzahlen. In den Büchern entstand ein Gewinn. Aber es war ausnahmsweise mal eine gute Nachricht für Amazon.com-Gründer Jeff Bezos. Sein Unternehmen war zu dem Zeitpunkt schon totgesagt, stand angeblich kurz vor dem Ruin.

Vom Buchversender zum größten Internet-Händler

Das Bargeld wurde knapp, die Gläubiger nervös. An der Wall Street war der Ex-Analyst längst in Ungnade gefallen. Seine ehemaligen Kollegen trauten ihm nicht mehr, rückten den Internet-Pionier in die Nähe eines Finanz-Hochstaplers. Gerüchte machten die Runde, dass der quirlige Unternehmer und unerschütterliche Optimist kurz vor der Ablösung stünde.

Sieben Jahre später ist Bezos noch immer Vorstandschef von Amazon.com. Über seinen Platz in den Geschichtsbüchern muss er sich keine Sorgen machen. Seit 2003 schreibt das Unternehmen Gewinne. Im gerade abgeschlossenen Quartal legte der Gewinn um fast siebzig Prozent zu. In Erwartung eines hervorragenden Weihnachtsgeschäfts stieg die Amazon.com-Aktie erstmals seit 1999 wieder über 100 Dollar.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 12.02.2010, 13:28 UhrAnonymer Benutzer: Bücherwurm

    Amazon ist einfach klasse, eben WEiL sie einen Marktplatz für ALLE Händler bieten. Da findet man interessante Sammlerstücke, billige gebrauchte bücher und vieles mehr was ein einzelner Anbieter nie leisten kann! Auch interessant: die Dumpingangebote bei denen buchhändler ihre Überbestände rauspushen, da kann man für 1 Cent(!) + Versandpauschale bücher, CDs und DVDs kaufen. Spezielle Suchmaschinen listen die 1 billigsten Amazon Angebote. beispiel: www.nur1cent.de

  • 12.02.2010, 10:13 UhrAnonymer Benutzer: tiger

    Es ist aber nicht alles i.O. Wenn z.b. ein schon getestetes bzw. etwas gebrauchtes Teil geschickt wird,weil einige die bestellte Sachen innerhalb 14 Tage zurück schicken.

  • 28.10.2009, 13:04 UhrAnonymer Benutzer: Kay

    Ein toller Artikel, der schöne Einsichten in Amazons Welt gewährt :D

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