Opel-Chef Reilly: Opel plant Kleinstwagen mit reinem Elektroantrieb

24. April 2010
Opel-Chef Nick Reilly Quelle: dpaBild vergrößern
Opel-Chef Nick Reilly willeinen rein batteriebetriebenen Kleinstwagen auf den Markt bringen Quelle: dpa
von Martin Seiwert

Opel will einen rein batteriebetriebenen Kleinstwagen auf den Markt bringen. Das sagte Nick Reilly, Chef von Opel und GM Europa. Und er will Elektroautos so bald wie möglich in Europa produzieren.

Damit könnte Opel zum Vorreiter im General-Motors-Konzern werden, denn der Kleinstwagen wäre das erste reine Elektroauto von GM. Das Elektroauto Opel Ampera, das in den USA im kommenden Jahr unter dem Namen Volt auf den Markt kommt, hat zusätzlich zum Elektroantrieb auch einen Verbrennungsmotor.

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„Die Elektrifizierung des Automobils wird stattfinden – und zwar schneller, als viele erwarten“, sagte Reilly. Der Ampera werde deshalb nicht das einzige Elektroauto von Opel bleiben. „Wir arbeiten noch an einem weiteren Auto mit der Technologie des Ampera, das oberhalb des kompakten Ampera angesiedelt sein wird. Zudem denken wir auch an ein rein batteriebetriebenes Fahrzeug. Der Kleinwagen im Segment unterhalb des Corsa, an dem wir gerade arbeiten, wäre dafür genau die richtige Basis.“

E-Autos in Europa produzieren

Jüngste Berichte, wonach Opel die Elektroautos nicht in Europa bauen, sondern importieren werde, wies Reilly zurück. Die Elektroautos sollten, so Reilly, „nur am Anfang“ importiert werden. „Die ersten Opel Ampera werden im kommenden Jahr zunächst in den USA produziert, doch es ist unser Ziel, das Fahrzeug so bald wie möglich auch in Europa herzustellen. Wo das sein wird, haben wir noch nicht entschieden.“

Das Opel-Werk in Bochum macht sich Hoffnungen, dass der Ampera dort gebaut wird. Reilly schließt dies nicht aus. Angesprochen auf die Hoffungen der Bochumer sagte er: „Noch haben wir nicht entschieden, wo das Auto in Europa produziert wird.“ Offenbar wird Opel die Entscheidung auch davon abhängig machen, wie gut sich der Ampera in Deutschland verkauft: Die Entscheidung habe, so Reilly, „auch etwas mit Stückzahlen und Marktentwicklung zu tun.“

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Kommentare | 16Alle Kommentare
  • 27.04.2010, 16:07 UhrGib gummi

    in memoriam Adam O.

    Wieso regt sich überhaupt noch jemand über OPEL auf ?

    Das AUS dieses Ladens steht ohnehin unmittelbar bevor.
    Lopez und die jährlich wechselnden amerikanischen Vorstandschefs ohne Ahnung vom hiesigen Markt haben der Firma doch längst den Rest gegeben.

  • 27.04.2010, 12:25 UhrCC

    Augenwischerei. Hat einer von den hier kommentierenden mal überlegt woher die Energie für Elektrofahrzeuge kommt? Der Verbrennungsmotor mit 1,4 Liter Hubraum wird weiter CO² ausstoßen und selbst wenn es rein elektrisch wäre, dann wird der Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken kommen.

    Wer dann von Umweltschutz spricht hat es nicht verstanden.

    Zu guter letzt: Recylcing. Die batterien sind Giftmüll und das weiß jeder! irgendwann müssen diese entsorgt werden. Haben wir uns dann mit vielen e-Autos selbst ins Abseits katapultiert? Genauso wie mit Atomkraft, wo es viel Müll gibt?

  • 26.04.2010, 23:34 UhrMarc

    Freut mich für Opel. Die Deutschen verschlafen die Technik komplett, so wie es aussieht.

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