Opel: Forster: "Auch Corsa und Antara werden in Russland gebaut"

Opel: Forster: "Auch Corsa und Antara werden in Russland gebaut"

Bild vergrößern

Opel Antara GTC

Opel will neben dem Astra auch den Kleinwagen Corsa und den Geländewagen Antara in Russland bauen, um die hohen Einfuhrzölle zu umgehen.

Carl-Peter Forster, Europa-Chef von General Motors, kündigte in der WirtschaftsWoche an, dass im GM-Werk Petersburg künftig auch der Antara gebaut wird. „Wir bauen selektiv kleine Kapazitäten für Opel auf“, so Forster. „Wo wir die nächste Corsa-Generation bauen, ist noch nicht entschieden.“ Der Aufbau einer Produktion in Russland sei notwendig aufgrund der hohen Importzölle. „Es ist aufgrund der Einfuhrzölle von 25 Prozent sehr schmerzhaft, nach Russland zu importieren. Das sind pro Auto im Schnitt rund 2.500 Dollar. Die teure Logistik noch gar nicht eingerechnet.“ Forster wies allerdings Befürchtungen zurück, Opel-Modelle aus russischer Fertigung könnten auch in andere Märkte exportiert werden und damit zulasten der Produktion der deutschen Werke gehen. „Es lohnt sich aufgrund eines Exportzolls von rund zehn Prozent auch auf keinen Fall, aus Russland wieder zu exportieren.“

Forster erklärte weiter, dass Opel „ein großes Restrukturierungsprogramm“ nicht brauche, räumte allerdings ein, dass der Hersteller neben dem geplanten Outsourcing von rund 1000 Mitarbeitern auch die natürliche Fluktuation nutzen wolle, um die Personalkosten weiter zu reduzieren. „Gehen Sie mal davon aus, dass wir sehr genau hinschauen, wo wir natürliche Fluktuation von Mitarbeitern ersetzen. Ich kann sagen: Natürliche Fluktuation wird in den Werken eher nicht ersetzt. In der Entwicklung in Rüsselsheim werden wir dagegen sogar neue Leute einstellen.“ Mit einem klaren Nein beantwortete Forster die Frage, ob die Gefahr weiterer Produktionsverlagerungen droht. „Nein. Ich weiß, das ist immer die Befürchtung der Arbeitnehmervertreter. Wir haben für alle Werke sehr gute Pläne. In unserem schwedischen Werk in Trollhättan zum Beispiel wollen wir die Kapazität von etwa 100.000 Einheiten beibehalten. Wir haben in Abstimmung mit den Gewerkschaften einen Plan entwickelt, der dieses Werk hochwettbewerbsfähig machen wird. Wir haben einen sehr schönen Plan für Rüsselsheim; wir wissen, wie wir die Kapazitäten für Antwerpen zusammenbekommen. Alle anderen Werke sind gut belegt. Und die westeuropäischen Werke werden noch immer produktiver. Ich kann jetzt nicht ausschließen, dass wir in einem Werk einmal eine Altersteilzeitregelung ein oder zwei Jahre vorziehen. Das betrifft dann vielleicht 100 Mitarbeiter – aber das war’s dann auch.“

Anzeige

Erstmals konkreter äußerte sich Forster zu den Belastungen des GM-Ergebnisses. „Wir haben generell in Deutschland im vergangenen Jahr alle ziemlich Federn gelassen. Deutschland allein hat uns bestimmt über eine halbe Milliarde Dollar Ergebnis gekostet.“ Gleichzeitig habe GM massiv unter den Wechselkursen und den gestiegenen Stahlpreisen gelitten. „Das schwache britische Pfund hat uns Geld gekostet, denn Großbritannien ist unser größter Markt in Europa. Auch war unsere Währungssicherung hier noch zu niedrig. Hinzu kommt, dass uns auch noch bei den Stahlpreisen der Wind in die Haare gefahren ist, was uns zum Schluss rund 200 Millionen Dollar gekostet hat.“

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%