Opel: GM einigt sich mit Magna über Opel

Opel: GM einigt sich mit Magna über Opel

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ARCHIV - Ein Schild mit der Aufschrift "Verkauf" steht am 27.04.2009 vor dem Opel-Werk in Bochum, es weist auf den Verkauf von Jahreswagen hin. Im Bieterwettstreit um Opel buhlen sowohl der Zulieferer Magna als auch der Finanzinvestor RHJ International weiter heftig um die Gunst des US-Konzerns General Motors (GM).

Nach zähen Verhandlungen hat sich der Opel-Bieter Magna mit der ehemaligen Mutter General Motors über einen Vertrag geeinigt. Damit ist jedoch noch keine Entscheidung über Opel gefallen, nun ist der GM-Verwaltungsrat am Zug.

Magna, der russische Partner Sberbank und GM seien auf Managementebene in allen Punkten übereingekommen, sagte Magna-Co-Chef Siegfried Wolf heute.

Das bedeutet aber nicht, dass die Wahl bereits auf Magna gefallen ist, denn zuvor hatte sich GM bereits mit RHJ geeinigt. Damit ist nun die Grundlage geschaffen, auf der das GM-Direktorium eine Empfehlung für einen der beiden Interessenten abgeben kann. Eine Empfehlung von GM gilt als eine wichtige Vorentscheidung in dem seit Monaten andauernden Bieterwettbewerb, in dem inzwischen nur noch Magna undRHJ International im Rennen sind.

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Eine Person, die mit den Verhandlungen vertraut ist, sagte, Magna und Sberbank hätten ihr Angebot für Opel noch einmal überarbeitet. Eine Entscheidung für einen der beiden Bieter könnte das Direktorium von General Motors in der kommenden Woche treffen. Die Opel-Verhandlungsgruppe von Bund und Ländern wird Anfang nächster Woche mit Vertretern von GM und Magna über die sich anbahnende Lösung für die Opel-Übernahme sprechen.

Streit um Patente und Rolle der Russen

Mit dem belgische Finanzinvestor RHJ International (RHJI) hatte sich GM bereits vor einigen Tagen geeinigt. Zwischen Magna und GM hatte es trotz zahlreicher Gespräche einen zähen Streit um Patentfragen gegeben. Während GM den Finanzinvestor bevorzugt hat, äußerten deutsche Politiker immer wieder ihre Präferenz für Magna. Der US-Autobauer sah zuletzt jedoch vor allem die Rolle der russischen Partner sieht GM kritisch. Sogar die US-Regierung hatte sich eingeschaltet, die deutsche Seite sollte zwischen Magna und der russischen Sberbank vermitteln.

Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg trifft im Laufe des Donnerstags in Österreich mit dem russischen Industrieminister Viktor Christenko zusammen. Am Freitag wird Kanzlerin Angela Merkel mit dem russischen Präsidenten Dmitri Medwedew in Sotschi Gespräche führen. Dabei wird voraussichtlich auch das Thema Opel besprochen.

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