Opel: IG Metall kritisiert Verhandlungen zwischen GM und Magna

Opel: IG Metall kritisiert Verhandlungen zwischen GM und Magna

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Wegweiser Richtung Opel-Zentrale: Der Betriebsrat kritisiert General Motors.

Im Opel-Aufsichtsrat bahnt sich Streit an. Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass der Europa-Chef von General Motors (GM), Carl-Peter Forster, entgegen ursprünglicher Absprachen nicht in die Verhandlungen über die neue Opel-Aktiengesellschaft eingebunden sei.

Dies wollen sie in der Sitzung des Opel-Aufsichtsrates am kommenden Freitag in Rüsselsheim zum Thema machen. Forster sei bei einer Aufsichtsratssitzung im Februar „mit einstimmigem Beschluss ermächtigt und beauftragt worden, die Architektur der neuen Opel-Aktiengesellschaft“ mit dem neuen Investor und GM auszuhandeln, sagte Opel-Aufsichtsratsmitglied und IG-Metall-Bezirksleiter Armin Schild gegenüber der WirtschaftsWoche.

„Faktisch ist es jedoch so, dass Magna und GM die Verhandlungen derzeit völlig ohne Beteiligung von Forster führen“, kritisierte Schild. „Es kann nicht sein, dass die Grundzüge des neuen Unternehmens festgelegt werden und der derzeitige Europa-Chef dieses Unternehmens nicht dabei ist.“ Als Arbeitnehmervertreter könne er diesen Missstand nicht akzeptieren. „Schließlich haben wir Herrn Forster mit dieser Funktion beauftragt“, betonte Schild, „und wir erwarten, dass er die Positionen des Opel-Aufsichtsrates in die Verhandlungen einbringt. Das wird in der Sitzung am Freitag zum Thema.“

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Schild: "Magna hat die Motorsäge rausgeholt"

Schild sieht dennoch Chancen, dass es bis 15. Juli eine Einigung zwischen GM und Magna gibt, die auch die IG Metall akzeptieren könne. Die Verhandlungen zwischen Magna und der IG Metall seien hart, Magna habe „die Motorsäge rausgeholt und versuche, wie zu erwarten, tief zu schneiden“. Dennoch gebe es „gute Fortschritte“ bei den Gesprächen. Der Erhalt der vier deutschen Opel-Standorte könne damit gesichert werden, der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bleibe Bedingung der IG Metall.

Scharf kritisierte Schild Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), der weiterhin eine Insolvenz von Opel befürwortet und mehrfach den Investor Magna in Frage gestellt hatte. „Wir haben uns alle gemeinsam auf Magna als bevorzugten Investor festgelegt und arbeiten nun konstruktiv an dieser Lösung. Der Versuch des Ministeriums, im Nachhinein diese Lösung zu torpedieren, grenzt an einen Skandal, weil wir damit in eine unendlich schwierige Verhandlungsposition getrieben werden“, sagte Schild.

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