Opel-Investor: Woran sich Magna bei Opel künftig messen lassen muss

Opel-Investor: Woran sich Magna bei Opel künftig messen lassen muss

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Magna-Gründer Frank Stronach: Die Übernahme von Opel wird eine Herkulesaufgabe für den Austro-Kanadier

Viel Gutes für die Mitarbeiter, Wiederbelebung der Marke, eine revolutionäre Geschäftsidee – Magna-Gründer Frank Stronach tritt mit hehren Zielen als Großaktionär von Opel an. wiwo.de hat sechs Punkte identifiziert, an denen sich Magna messen lassen muss.

In Köln konnte sich Frank Stronach noch ungetrübt feiern lassen. Vor rund Hundert Gästen, darunter viele deutsche Automanager, erhielt der Austro-Kanadier den Umweltpreis ÖkoGlobe für die grüne Technik des drittgrößten Autozulieferer Magna. Den Konzern hatte Stronach in den vergangenen fünf Jahrzehnten aufgebaut. Und damit eine  beispiellose Karriere vom Arbeiter zum Milliardär hingelegt.

Mit dem Beschluss des Verwaltungsrates von General Motors (GM), die Konzerntochter Opel an Magna zusammen mit der russischen Sberbank zu veräußern, hatte für den 77-Jährigen wenige Stunden später die zwanglose Freude  ein Ende. Stattdessen beginnt für  Stronach jetzt die wohl größte Herausforderung seines Lebens. „Opel ist kein Geschenk“, sagt der weißhaarige Unternehmer.

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So bald wird Stronach bestimmt nicht mehr uneingeschränkt umjubelt werden. Denn was er für Opel angekündigt hat und woran er sich schon in in zwei Jahren messen lassen muss, gleicht einer Herkulesaufgabe.

1. Arbeitsplätze

"Wir müssen versuchen, in Harmonie zu leben“, sagt Stronach. Das wird nicht leicht. Opel-Betriebsratschef Klaus Franz fordert bereits einen Verzicht auf Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen - obwohl er maßgeblich am Magna-Konzept für Opel mitgearbeitet hat. Auf die Opelaner kommen unter ihren neuen Eigentümern harte Einschnitte zu: In Europa will Magna die Opel-Belegschaft um mehr als ein Fünftel reduzieren. 11 640 Stellen sollen europaweit wegfallen, davon 3045 in Deutschland. Dies geht aus dem geheimen Fünfjahresplan für Opel hervor, der der WirtschaftsWoche vorliegt. Stronachs gute Nachricht für die hiesigen Opelaner  lautet, Magna will alle deutschen Werke erhalten und dafür Werke im Ausland schließen: Antwerpen im März 2010, das Vauxhall-Werk im britischen Luton 2013. Die Frage ist, ob das reicht oder ob Stronachs Zahlen nur schöngefärbt sind, um Milliarden vom deutschen Steuerzahler einzuheimsen.

2. Autoabsatz

2012 will Stronach 1,5 Millionen Opel-Fahrzeuge verkaufen, rund 350 000 mehr als in diesem Jahr – gegenüber Wettbewerbern wie VW ein extrem anspruchsvolles Ziel. Stronach sieht darin nicht das große Problem: „Alles, was man machen muss, ist ein besseres Produkt zu einem besseren Preis.“ Zwar zählte Opel zu den Gewinnern der Abwrackprämie, doch in den vergangenen Jahren ist der Opel-Marktanteil in Deutschland von knapp 12,0 Prozent 2001 auf 8,4 Prozent 2008 gesunken. Um zu beweisen, wie ernst ihm seine Absatzziele sind, wird Stronach noch kräftig ins Marketing investieren müssen.

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