Opel: Merkel greift GM-Spitze wegen Opel-Rückzieher an

Opel: Merkel greift GM-Spitze wegen Opel-Rückzieher an

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Autos auf dem Parkplatz vor dem Opelwerk in Bochum: Bundeskanzlerin Merkel hat die GM-Spitze scharf angegriffen

Viele Freunde hat sich General Motors mit seinem Rückzieher vom Opel-Verkauf nicht gemacht: Bundeskanzlerin Merkel hat die GM-Spitze in ihrer Regierungserklärung angegriffen - und auch die russische Sberbank zeigt sich verärgert.

Für den Autoriesen General Motors (GM) ist es eine zweifelhafte Ehre: In ihrer heutigen Regierungserklärung hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) GM ausdrücklich erwähnt. Unternehmen kommen in solchen Erklärungen sonst nur selten vor. Doch in diesem Fall machte Merkel eine Ausnahme - aber keine, auf die GM besonders stolz sein dürfte.

Merkel hat den Opel-Mutterkonzern nämlich scharf kritisiert und ein überzeugendes Sanierungskonzept gefordert. GM sei über Monate nicht in der Lage gewesen, „seiner Verantwortung als Mutterkonzern gerecht zu werden“, sagte Merkel heute in ihrer Regierungserklärung im Bundestag.

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Merkel dämpft GMs Hoffnung auf Staatshilfen

Zudem machte Merkel dem US-Konzern klar, dass der deutsche Steuerzahler nicht die Hauptlast der Opel-Sanierung bezahlen werde. Eine Lösung könne nur gelingen, „wenn General Motors den Hauptanteil der Restrukturierung mit eigenen Mitteln trägt“, sagte die CDU-Politikerin. Bund und Länder seien aber grundsätzlich bereit, Hilfen zu prüfen.

Die Opel-Beschäftigten hätten große Opfer gebracht und von GM Verlässlichkeit erwartet: „Sie wurden tief enttäuscht.“ Merkel machte keinen Hehl daraus, dass auch sie persönlich sich vom GM-Management getäuscht fühlt. Die Absage an den strategischen Investor Magna bedauere sie außerordentlich.

Sberbank schließt rechtliche Schritte nicht aus

Merkel bleibt heute nicht die einzige, die mit der GM-Führung hart ins Gericht geht. Nach dem Platzen der Opel-Übernahme schließt nun auch Russlands größtes Geldhaus Sberbank Rechtsmittel gegen GM nicht aus. „Wir verhandeln mit GM und hoffen, dass der Streit außergerichtlich beigelegt wird“, sagte Sberbank-Chef German Gref heute. „Im Notfall werden wir unsere Position im Gericht verteidigen“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Interfax.

Der GM-Konzern habe die Änderung seiner Position nicht plausibel erläutern können. Zum Inhalt der Forderungen an GM machte Gref keine Angaben. Auch der Zulieferer Magna fordert bereits investiertes Geld zurück. Magna- Vizechef Siegfried Wolf sagte dem ORF-Inforadio Ö1: „Es war in der Tat eine große Summe, weil ja auch ein komplexes Thema zu lösen war.“ Laut ORF geht es um rund 100 Millionen Euro.

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