Kommentare zu: Im Auftrag des Kreml

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15 Kommentare
  • 29.05.2009, 21:28 UhrAnonymer Benutzer: PKK

    es ist wirklich unerträglich, kein swimmingpool und kein Hubschrauberlandeplatz. Wie soll man unter diesen bedinungen arbeiten. Aber jetzt wird sich Opel umstellen, Autos liefern ja, Geld bekommen nur am Anfang. Wenn das Know how übertragen ist, werden die Autolieferungen nicht mehr bezahlt.
    Alles lupenreine Demokraten, sagte mal Schröder. Jetzt ist Steinmeier auch ein Job sicher, er wird der AR Vorsitzende von Opel.
    im Auftrag von Kremel, from Moskow with love

  • 30.05.2009, 00:53 UhrAnonymer Benutzer: Müller

    Naja, diese Russlandfeindlichkeit in den deutschen Medien und der bevölkerung - wann reduziert die sich endlich mal auf ein erträgliches Maß? Die deutschen Unternehmen, die in Russland seit 1991 und besonders seit Putins Amtsantritt gewaltige Gewinne eingefahren haben, intressiert es nicht, ob Demokratie herrscht oder nicht, das ist auch nicht das Wesen des Kapitalismus. Der funktioniert in jedem politischen System, solange bestimmte Grundsätze eingehalten werden.
    Die Rettung Opels ist doch auch politisch gewollt, also lasst auch den Russen ihre politisch gewollten Operationen!
    Um Cash abzuziehen, gibt es einfachere Methoden als das Vorschießen von ein paar Milliarden in ein Automobilunternehmen mitten in der schwersten Krise der branche.

  • 30.05.2009, 01:57 UhrAnonymer Benutzer: bärenrallye mal anders

    Für Russland ideal, so einen Einstieg unter eigener Regie ins internationale Autogeschäft zu bekommen... Das Know How bringt das Land wohl strategisch gesehen weit nach vorne, es ist wegen der Steuerungsmöglichkeiten und international üblichen Subventionspolitik wohl auch viel sinnvoller, als nur alte oder neue Autos zu importieren bzw. Niederlassungen zu haben, auf deren Politik man dann doch nur sehr begrenzten Einfluss hat, siehe die aktuellen Probleme der bundesregierung mit Opel / GM. Über kurz oder lang werden die Entscheidungen über Produktpalette, investitionen etc. bei Opel dann nicht mehr in Detroit oder Rüsselsheim, sondern in Moskau oder St. Petersburg gefällt werden. Ein kleiner Schritt für Hr. zu Guttenberg, ein großer für Russland. Ansonsten würde das Land nach japanischen und koreanischen bald von chinesischen billigimporten überrollt werden.
    So bekommen sie selbst ein Stück vopm Kuchen, zu anständigen Konditionen, wenn man mal die Preise vergleicht, die Daimler für Chrysler, bMW für Rover usw. gezahlt haben. Wegen der strategischen Verbesserung ist für das noch relativ zentralstaatlich gelenkte Russland selbst die globale Überproduktion kein Thema. Die Vorteile überwiegen ganz klar die Nachteile.
    Opel ist eine echte Traditionsmarke und weltweit mit Sicherheit besser akredditiert als Lada & Co. Da lässt sich mit ein bisschen Kleingeld gut was draus machen. Hoffentlich haben auch die deutschen und anderen europäischen Mitarbeiter etwas davon und sind nicht nur notwendiges Übel, also quasi "Konkursmasse", der sich möglichst bald entledigt wird.

    Für die Canadier sieht es ähnlich aus, bei den amerikanischen Dependancen von GM, Chrysler, Ford schwingt immer die Angst um Jobabbau zugunsten der amerikanischen Standorte mit. Ein eigener Hersteller kommt da ganz recht.

  • 30.05.2009, 02:26 UhrAnonymer Benutzer: bärenmarktrallye zum 2.

    Nachtrag:

    Anders als anscheinend der deutschen Denke gemäss sollte für den Erfolg der investition in erster Linie nicht entscheidend sein, wo die Produktion stattfindet, sondern wo die wichtigen, strategischen Entscheidungen getroffen werden ("HQ") und wohin die Wertschöpfung / Gewinne abfliessen. Das war bisher Detroit und wird in Zukunft dann wohl am ehesten Moskau sein.

    Eine eigene russische Opel - Produktion ist wohl eher erst mal ein Zuckerl obendrauf. in Zukunft wird in der Produktion allein schon wegen der Qualitätsstandards ohnehin weiter automatisiert werden, so dass viele Jobs dort früher oder später ohnehin abgebaut werden.
    Selbst in Ländern wie China, indien oder brasilien, die aufgrund ihrer demographischen Situation eigentlich ein hohes systemisches interesse an der Schaffung vieler, selbst gerigqualifizierter Arbeitsplätze haben sollten, entstehen modernste Produktionsstätten mit hohem Automatisierungsgrad, z.b. bei der Handyproduktion.

    Das erscheint skurril, macht wohl aus Wettbewerbssicht trotzdem Sinn.

  • 30.05.2009, 23:32 UhrAnonymer Benutzer: Watz

    "was will der Kreml?"
    Kann ich sagen was der will:
    Eigentlich nichts, das war eine reine Gefälligkeit von Putin und wahrscheinlich eingefädelt von Schröder. Deutschland hat Russland auch mal mit Krediten aus der Patsche geholfen, jetzt revanchiert sich Russland.

  • 31.05.2009, 01:14 UhrAnonymer Benutzer: Wut-kommt-auf

    Als redlicher bürger , Steuerzahler und Verfechter der Marktwirtschaft empfinde ich es als Frechheit, wie hier die dominierende Masse der Politiker, mit fremden Geld (des Steuerzahlers Geld , bzw. zu Lasten späterer Generationen) die Eigner und die Gläubiger der Firmen (hier Opel-GM und z.b. Arcandor etc.) aus der Haftung entlassen.

    Welch ein Chaos, welch unkalkulierbare Gemengelage - ein jeder dreht an irgendeiner Schraube und es resultiert eine nicht planbare Zukunft!

    ironisch :
    Danke, liebe Politiker - danke liebe raffgierigen Firmenbosse etc.

    Und ernst gemeint :
    Dank an die Wirtschaftslenker und Politiker etc. , die tagtäglich und redlich zum Wohle aller beteiligten arbeiten.

  • 31.05.2009, 10:56 UhrAnonymer Benutzer: PKK

    Die Opel insolvenz wird schon noch kommen. Die Detailverhandlungen werden die "Rettung" zum Scheitern bringen. Der Staat verliert nur die Kleinigkeit von 1,5 Mrd. Peanuts !
    Die Regierungs insolvenz ist aber jetzt schon da. Die Käufer bringen kein Eigenkapital mit. Da steigt eine bank mit 35 % ein und das Projekt Opel ist ihr so unsicher, dass sie selbst nicht Geld gibt.
    Scheinbar benutzt nur noch einer im Kanzleramt sein Hirn, der gute zu Gutenberg. Angie ist hoffnungslos die, von der SPD die Getriebene ,sie ist überall Tage zu spät da und ihr Verständniss für wirschaftliche Zusammenhänge würde nicht für das Vordiplom in bWL reichen. Wo sie auch hinkommt, die Schröders und Steinmeiers und Steinbrück waren schon da, ja sogar Münte rettet Arcandor und Angie fragt sich schon, WEN KANN iCH AUCH RETTEN.

  • 31.05.2009, 12:09 UhrAnonymer Benutzer: Exitus

    Darauf wette ich (@PKK) auch drauf: Die Detailverhandlungen werden die sogenannte Rettung ggf. noch zum Scheitern bringen. Das russisch-kanadisch-österreichische Konstrukt wird allenfalls Russland den Anfang einer eigenen, beachtenswerteren Autoindustrie bringen - mit Produktion und Mitarbeiter/innen in Russland (wo denn sonst?). Der deute Appendix Opel wird dann allenfalls noch durch ein Vertriebsbüro hier in Deutschland vertreten sein.
    Dann kommt noch etwas hinzu: Auch die Produkte des neuen Konstruktes brauchen Käufer. Wenn ich schon in Vergangenheit und Gegenwart keinen Opel kauf(t)e, werde ich wohl in Zukunft einen Opel Sputnik 3006 noch nicht einmal im Albtraum erwerben.
    Herrn Guttenberg sei eine Weisheit ins politische Poesiealbum geschrieben: WER DiE WAHRHEiT SAGT, bRAUCHT EiN SCHNELLES PFERD.
    Wir verkommen zu einer üblen Umverteilungsgesellschaft, wobei selbst die Umverteilung den tumben Politikern unter Merkel schon aus den Händen geglitten ist. Jetzt etwas ähnliches bei Karstadt und dann wird im September die Wahl zur Farce, weil keiner mehr da sein wird, der das Ruder rumreisst.

  • 31.05.2009, 12:14 UhrAnonymer Benutzer: Ramadama

    Die wahren Schuldigen an der Unfähigkeit der jetzigen Regierung sind nicht die derzeit Regierenden, sondern diejenigen welche ihnen zum Regieren verholfen haben.
    Das sind zuerst einmal die dummen Kronprinzen aus den hinteren Reihen, die es zugelassen haben, daß eine Frau Merkel zur Regierungschefin ge-
    macht werden konnte und des weiteren das dumme Wahlvolk, das es nicht verhindert hat, daß diese " Kronprinzen" gewählt wurden.
    Auch diesen September wird alles wieder so passieren wie immer.

  • 31.05.2009, 12:21 UhrAnonymer Benutzer: Soltaire

    Die Aufteilung des Unternehmens sieht doch vor: 35 % die Sberbank, 35 % GM 20 % Magna und 10 % die Opel-Mitarbeiter. Daraus werden bei den Entscheidungen wohl auch seltsame Allianzen zu erwarten sein. Und die nicht immer zum Wohle des Standorts Deutschland. Wie im Artikel richtig bemerkt, ziet im Hintergrund Putin die Strippen. beim GM-Anteil ist es die US-Regierung (noch) unter Obama. Vielleicht wird G. Schröder sich im Aufsichtsrat wiederfinden.

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