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Opel-Rettung: McKinsey-Gutachten sieht Risiken im Magna-Einstieg

Die Unternehmensberatung McKinsey sieht erhebliche Risiken in der nun gefundenen Lösung durch den Einstieg von Magna bei Opel.

In einer Schnell-Analyse im Auftrag der hessischen Landesregierung, die der WirtschaftsWoche vorliegt, heißt es, die Sanierung sei zwar „nachvollziehbar und plausibel“. Aber: „Der operative Geschäftsplan ist nach unserer Einschätzung ambitioniert und daher mit entsprechenden Risiken behaftet“, stellen die Experten im Vergleich zu anderen Rettungskonzepten in der Automobilbranche fest.

Binnen fünf Jahren wolle Opel den Gewinn vor Steuer und Zinsen um 3,3 Milliarden Euro verbessern, um aus der Verlustzone zu kommen. Der Umsatz solle binnen fünf Jahren um 30 Prozent steigen. Dazu müssten die Modelle für den Käufer wertvoller werden. Andere Hersteller hätten dafür aber „mindestens zwei Produktzyklen“ gebraucht. Auch müssten für einen Erfolg „neue, moderne Kunden-Milieus (z.B. junge Aufsteiger) erreicht werden“.

In der Sondersitzung des Bundestags-Wirtschaftsausschusses am Mittwoch vergangener Woche hat die Bundesregierung nach Informationen der WirtschaftsWoche mitgeteilt, dass die Werke im belgischen Antwerpen sowie im englischen Luton (der Schwestermarke Vauxhall) geschlossen werden. Die Fabrik in Saragossa (Spanien) soll verkleinert werden, um die Fertigung im Werk Eisenach hochfahren zu können.

Unsicherheiten für das Sanierungskonzept birgt die Vereinbarung, wonach Opel die Patente des insolventen GM-Konzerns in den nächsten Jahren zu günstigeren Konditionen als bisher nutzen könne. Auch nach amerikanischem Recht ist es nicht ohne Weiteres statthaft, Aktiva kurz vor Einleitung des Insolvenzverfahrens aus der Hand zu geben. Die Bundesregierung hat deshalb versucht, durch die Zustimmung des US-Finanzministeriums Rechtssicherheit zu erreichen. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat aber im Wirtschaftsausschuss des Bundestages am vergangenen Mittwoch eingeräumt: „Niemand kann ausschließen, dass ein wildgewordener Richter in Alabama anders entscheidet.“

15 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.06.2009, 09:05 UhrAnonymer Benutzer: Kurt

    Aus meiner Sicht sind alle Hilfen so lange schlecht wie man nicht auf der anderen Seite auch versucht die Schuldigen zu belangen. Leider glaube ich nicht, dass ich den Tag noch erlebe wo ein Manager, dem Fehlverhalten, eigene bereicherung etc. nachgewiesen wird bis auf Hartz 4 gepfändet wird um seine Schulden zu zahlen. Z. b. Middelhoff, der Arcandor ruiniert und selbst an den Mieten verdient hat. Wegen der Schulden für die Kinder würde ich mir keine Gedanken machen. Das Abzahlen ist noch der Spaziergang. Wenn das nicht mehr geht kommt Währungsreform und hoffentlich keine Neuauflage des 2. Weltkriegs.

  • 08.06.2009, 06:26 UhrAnonymer Benutzer: roland berger

    bekanntlich wurde Roland berger von Opel und GM beauftragt Opel zu restrukturieren. Warum muss Koch nun die arroganten McKinsey ins boot holen, welche bei Opel seit jeher blödsinn machen. bsp. Krise 2004: McKinsey sagt GM entlasst 10.000 Mitarbeiter. Gesagt getan. in der review Phase 4 Monate später: Wir haben zuviel entlassen, bitte auf 8.000 kürzen.

  • 07.06.2009, 22:44 UhrAnonymer Benutzer: grassus

    Wie schon mal geschrieben, was soll man erwarten, wenn unfähige politiker und parteiische berater einen deal machen? Pensionsverpflichtungen vergessen??, glaube ich nicht, diese posse gehört zum abgesprochenen Spiel...
    Fazit: no hope, but some fun (noch haben wir Spass, er wird uns noch vergehen)

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