Opel-Rettung: Schulterklopfen vor der Opel-Entscheidung

Opel-Rettung: Schulterklopfen vor der Opel-Entscheidung

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Frank Stronach vor Beginn der Preisverleihung des Umweltpreises ÖkoGlobe". Stronach erhielt die Auszeichnung für sein Lebenswerk

Noch heute wird General Motors bekannt geben, ob Opel verkauft wird oder bei GM bleibt. Kurz vor der Entscheidung trafen sich in Köln zwei wichtige Protagonisten im Opel-Tauziehen. wiwo.de-Redakteur Wilfried Eckl-Dorna sprach mit Magna-Gründer Frank Stronach über die Causa Opel.

GM hat in einer Verwaltungsratssitzung am gestrigen Abend endlich eine Entscheidung über seine ehemalige Tochter Opel gefällt. Noch ist unklar, ob GM nun Opel behält oder verkauft. GM-Unterhändler John Smith ist zur Zeit unterwegs nach Berlin, heute Nachmittag will er eine Pressekonferenz geben. Vieles deutet darauf hin, dass GM Opel nun doch behält.

Die Unsicherheit über die Zukunft von Opel war auf einer gestrigen Veranstaltung klar zu spüren: Der Ökoglobe-Verleihung in Köln. Dabei hatten sich die Veranstalter alle Mühe gegeben, vom Thema Opel abzulenken: Vier plattgewalzte Autowracks stapelten sich neben einem langen roten Teppich vor dem Hauptgebäude der DEVK-Versicherung. Gleich dahinter begann die Zukunft: Elektroautos von Tesla und BMWs E-Mini standen friedlich neben dem Hybridauto Prius.

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Der Ökoglobe, ein Preis für besonders umweltfreundliche Fahrzeuge, wurde zum dritten Mal verliehen – und das Interesse war gewaltig.

Das lag weniger an der Bedeutung des Preises als an der Gästeliste dieses Events: Zu der Veranstaltung war GM-Europachef Carl-Peter Forster ebenso geladen wie Frank Stronach, der Gründer des Autozulieferers Magna. Die Preisverleihung fiel ausgerechnet auf jenen Abend, an dem der Verwaltungsrat des US-Autoriesen über die Zukunft von Opel entscheiden sollte. Ein ranghoher GM-Vertreter trifft auf einen potenziellen Opel-Retter  – diese pikante Mischung wollten sich Dutzende Journalisten nicht entgehen lassen.

Trittin geißelt Abwrackprämie

Der Initiator des Preises, der Künstler HA Schult, versuchte gleich zu Anfang, die Erwartungen zu dämpfen. „Über Opel wollen wir heute nicht reden“, sagte der ganz in schwarz gekleidete Umweltkünstler mit Strubbelfrisur. Der einzige Opel, der heute hier stehe, sei der von Jürgen Trittin, schob Schult nach. Doch Schults Verheißung hielt nicht lange – denn am Ende drehte sich doch wieder alles um den klammen deutschen Autobauer.

Zunächst hatte aber Grünen-Spitzenkandidat seinen großen Auftritt. Trittin hielt eine Rede, die Abwrackprämie als wenig sinnvolles Instrument geißelte. Den meisten Deutschen, die jetzt dank der staatlichen Förderung ein Auto gekauft hätten, könnten sich in den nächsten Jahren kein wirklich umweltfreundliches Fahrzeug leisten, lästerte Trittin.

Das fanden die anwesenden Automanager weniger witzig – und versuchten, in ihren kurzen Dankesworten Trittin Paroli zu bieten. Doch der Höhepunkt kam erst ganz am Ende: Da nahm Magna-Gründer Stronach den Preis als Persönlichkeit des Jahres entgegen.

In seiner Rede betonte der Austro-Kanadier, wie wichtig in seinen Betrieben eine gute Beziehung zwischen Arbeitern und Managern sei, um konkurrenzfähig zu bleiben. Dann kam er zu dem Thema, das an diesem Tag wie ein Damoklesschwert über der Veranstaltung hing: Die Zukunft von Opel.

Lesen Sie auf Seite 2, was Stronach über Opel zu sagen hatte

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