Opel-Streit: Tag der Wahrheit für Magna

Opel-Streit: Tag der Wahrheit für Magna

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Der Magna-Vorstandsvorsitzende Siegfried Wolf

Wieder schlechte Nachrichten für den Autozulieferer Magna: Das Unternehmen muss einen herben Verlust verkraften, die Umsätze haben sich halbiert. Dafür hofft Magna den Streit um Opel in einem Spitzentreffen mit dem GM-Chef zu lösen.

Der um Opel buhlende Autozulieferer Magna hat auch im zweiten Quartal wieder einen Verlust eingefahren. Unter dem Strich fiel angesichts der Krise auf den weltweiten Automärkten ein Verlust von 205 Millionen US-Dollar (143 Mio Euro) an, wie der Konzern am Freitag im kanadischen Aurora mitteilte. Im Vorjahreszeitraum erzielte Magna ein Plus von 227 Millionen Dollar.

Gleichzeitig brachen die Umsätze des kanadisch-österreichischen Autozulieferers von April bis Juni um fast die Hälfte auf 3,705 Milliarden Dollar ein. Schon im ersten Quartal hatte Magna rote Zahlen geschrieben.

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Auf Halbjahressicht rutschte Magna ebenfalls in die roten Zahlen. Unter dem Strich stand in den ersten sechs Monaten ein Minus von 405 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum hatte Magna noch ein Plus von 434 Millionen Dollar erzielt. Die Umsätze in der ersten Jahreshälfte halbierten sich ebenfalls fast auf rund 7,28 Milliarden Dollar.

19 Streitpunkte zwischen GM und Magna

Magna steht weiter in Verhandlungen um die Übernahme des Autobauers Opel. Am Abend (MESZ) sollen bei einem Spitzentreffen zwischen General Motors und Magna strittige Fragen aus dem Weg geräumt werden. Ob es zu einem Durchbruch und dem Zuschlag für Magna kommt, ist nach dem Hick-Hack der vergangenen Tage jedoch offen.

Strittig ist unter anderem eine neue Forderung von GM: Die Amerikaner, die mit 35 Prozent an Opel beteiligt bleiben, wollten eine Garantie, dass ihr Anteil nicht unter 20 Prozent sinkt. Dies solle auch dann gelten, wenn Opel zur Finanzierung neue Aktien ausgibt und GM keine dieser Aktien erwirbt.

Insgesamt konnten bei den Treffen am Anfang der Woche 19 Streitpunkte nicht gelöst werden. Dabei geht es um Patente und Technologietransfer, die Finanzierung, um gesellschaftsrechtliche Fragen – und vor allem: um die Rolle und den Einfluss der russischen Partner von Magna. Denn auch die US-Regierung fürchtet inzwischen einen zu starken Einfluss der russischen Magna-Partner Sberbank und GAZ.

RHJ will Angebot nachbessern

GM hatte immer wieder seine Präferenz für den Finanzinvestor RHJ International deutlich gemacht. Der Magna-Konkurrent erwägt nun nach einem Zeitungsbericht einen neuen Anlauf. Der Finanzinvestor wolle sein Kaufangebot für Opel nachbessern.

„Wir könnten mit weniger als 3,8 Milliarden Euro Staatskredit auskommen“, zitierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ Unterhändler von RHJ. Voraussetzung dafür sei, dass der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) von RHJ dieselben Lizenzgebühren für die Patentnutzung fordere wie von Magna. Dies wären 3,25 statt bisher 3,5 Prozent vom Kaufpreis eines Autos.

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