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Open-Skies-Abkommen: Himmlischer Wettbewerb

von Von Eric Bonse und Mathias Thibaut

Im Flugverkehr zwischen Europa und den USA zeichnet sich eine neue, gewinnträchtige Epoche ab. Vor allem die Fluggäste sollen profitieren, hieß es Donnerstag in Brüssel, wo sich die Verkehrsminister der 27 EU-Staaten auf ein neues Luftverkehrsabkommen mit den USA verständigt haben.

British Airways kritisierte das Abkommen als "versäumte Chance".
British Airways kritisierte das Abkommen als "versäumte Chance".

BRÜSSEL/LONDON Der neue Open-Skies-Vertrag werde „dafür sorgen, dass der Himmel offen ist und die Passagiere zu günstigeren Konditionen in die Vereinigten Staaten fliegen können“, sagte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee. Auch EU-Verkehrskommissar Jacques Barrot versprach den Europäern ein neues, goldenes Zeitalter. Die Fluggäste Richtung New York, San Francisco oder Miami dürften durch sinkende Ticketpreise mit Entlastungen von bis zu 15 Mrd. Euro rechnen, heißt es in einer Studie der EU-Kommission. Bis zu 26 Millionen Passagiere würden in den nächsten fünf Jahren zusätzlich die Transatlantikroute wählen. Die wachsende Nachfrage soll 72 000 Jobs auf beiden Seiten des Atlantiks schaffen. Auch im Frachtverkehr wird mit einer Belebung gerechnet, wenn die bisher geltenden Beschränkungen fallen.

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Bislang gibt es nur bilaterale Abkommen zwischen einzelnen europäischen Staaten und Washington, die den Airlines in der Regel nur Verbindungen zwischen ihrem Herkunftsland und den USA erlauben. So darf die Lufthansa nur von deutschen Flughäfen nach Amerika fliegen. Auch künftig wird die Freiheit über den Wolken nicht grenzenlos sein. So werden aus Kapazitätsgründen nicht alle Fluggesellschaften überall starten und landen können. Die Zuteilung von Start- und Landerechten (Slots) muss jedoch diskriminierungsfrei erfolgen. Zudem sträubt sich Großbritannien, die geplante Marktöffnung schnell und vollständig umzusetzen. Auf britischen Druck soll das Luftfahrtabkommen erst Ende März 2008 in Kraft treten. Außerdem können die Briten den Zugang zum besonders attraktiven Flughafen London-Heathrow wieder begrenzen, wenn sich die USA bis zum Jahr 2010 nicht zu einer zweiten, noch weiter gehenderen Liberalisierung bereit finden. Dies sieht eine Revisionsklausel vor, die die EU-Verkehrsminister gestern in Brüssel beschlossen haben. Die Verhandlungen über die zweite Liberalisierungs-Phase sollen nach Inkrafttreten der ersten Phase beginnen, sagte Verkehrsminister Tiefensee.

Lesen Sie weiter auf Seite 2:British Airways und Virgin Atlantic: „Versäumte Chance“

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