Opfer der Finanzkrise: Hohe Verluste, große Schande

Opfer der Finanzkrise: Hohe Verluste, große Schande

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ARCHIV - Der Unternehmer Adolf Merckle, aufgenommen vor dem Dresdner Elektromaschinenbauer VEM Sachsenwerk GmbH (Archivfoto vom 17.01.2005). Der Ulmer Unternehmer und Milliardär Adolf Merckle hat sich laut Medienberichten bei Wetten auf VW-Aktien verspekuliert und hohe Verluste eingefahren.

Die Finanzkrise hat bereits etliche Geschäftsleute in den Tod getrieben. Andere Manager schieden aus dem Leben, nachdem Korruptionsvorwürfe gegen sie erhoben wurden.

Adolf Merckle 

gest.:  5.1.2009

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Der schwäbische Milliardär konnte es nicht verwinden, dass seine Firmengruppe zerschlagen wird. Besonders Ratiopharm lag ihm am Herzen. Das Unternehmen, Deutschlands ersten Billigpillen-Hersteller, hatte er in den Siebzigerjahren gegründet und darauf sein Imperium aufgebaut. „Ratiopharm ist mein Kind“, hatte Merckle vor Jahren freudestrahlend zur WirtschaftsWoche gesagt.

Das wurde ihm nun entrissen – so muss es ihm vorgekommen sein. Am Montag vergangener Woche unterschrieb der 74-Jährige nach zähen Verhandlungen mit den Banken die Verträge für einen Überbrückungskredit. Gleichzeitig willigte er in den Verkauf von Ratiopharm ein. Am späten Nachmittag desselben Tages ging er in den Tod.

Steven L. Good

gest.: 5.1.2009

Der 52-jährige Immobilienmakler aus Chicago erschoss sich in der vergangenen Woche. Kurz zuvor hatte er über geschäftliche Probleme der Branche geklagt. Good führte das Unternehmen Sheldon Good & Co., das sein Vater gegründet hatte.

Rene-Thierry Magon de la Villehuchet

gest.: 23.12.2008

Der in Frankreich geborene 65-jährige Fondsmanager schnitt sich am Tag vor Heiligabend die Pulsadern auf. Die Polizei fand ein Teppichmesser und Schlaftabletten in seinem Büro in New York. Der von de la Villehuchet gegründete Investmentfonds Access International Advisors hatte durch den mutmaßlichen Großbetrüger Bernard Madoff 1,4 Milliarden US-Dollar verloren.

Kirk Stephenson

gest.: 25.9.2008

Der 47-jährige Neuseeländer warf sich im September vergangenen Jahres vor einen Zug. Stephenson war Partner und Mitbegründer des Private-Equity-Hauses Olivant, verdiente 330.000 Pfund pro Jahr und lebte im Londoner Edelviertel Chelsea in einem Stadthaus im Wert von 3,6 Millionen Pfund. Der verheiratete Vater eines achtjährigen Sohnes hinterließ keinen Abschiedsbrief.

Das Finanzhaus, das kurz zuvor Aktien der Schweizer Bank UBS übernommen hatte, verlor damit während der Finanzkrise 250 Millionen Euro. Stephensons persönliches Vermögen stand nicht zur Disposition. Ein Freund sagte über ihn: „Er war immer sehr beschäftigt, kam abends spät nach Hause und reiste viel.“ Der Donnerstag, an dem er sich umbrachte, war ein Tag wie jeder andere: Er frühstückte mit seiner Familie, gab Frau und Sohn einen Abschiedskuss, verließ das Haus. Dann ging er auf die Gleise.

Zhang Shuhong

gest.: 12.8.2007

Der Chef des chinesischen Unternehmens Lee Der Toy Company hatte dem US-Spielwarenhersteller Mattel Spielzeug mit hohen Bleiwerten geliefert. Die chinesische Führung hatte danach ein Exportverbot für Lee Der Toy verhängt. Zhang soll sich aus Scham erhängt haben. Er wurde 52 Jahre alt.

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