Otto-Konzern: Einstieg in Brasilien steht unmittelbar bevor

Otto-Konzern: Einstieg in Brasilien steht unmittelbar bevor

von Henryk Hielscher

Die Expansion des Versandhandelsriesen Otto nach Brasilien steht unmittelbar bevor.

"Derzeit verhandeln unsere Juristen die Verträge mit einem Partnerunternehmen, das wir mehrheitlich übernehmen wollen", sagte Otto-Chef Hans-Otto Schrader der WirtschaftsWoche. Von Anfang an will das Hamburger Unternehmen in Brasilien mit mehreren Marken antreten und, so Schrader, "versuchen, sehr schnell eine führende Position im Online-Geschäft einzunehmen. Auch für das Tochterunternehmen Manufactum erwägt der Konzern eine Expansion. Schrader: "Überprüft werde aktuell, ob Filialen des Tochterunternehmens Manufactum auch für bestimmte Auslandsmärkte eine Option sind.

Vergangenen Donnerstag hatte der Konzern ein Umsatzwachstum von 12,5 Prozent auf 11,4 Milliarden Euro für das vergangene Geschäftsjahr 2010/11 bekannt gegeben. Im Interview mit der WirtschaftsWoche ergänzte Schrader: "Auch das Ergebnis wuchs im zweistelligen Bereich." Auch zu Beginn des neuen Jahres habe Otto "das hohe Wachstumstempo in allen Bereichen halten können."

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Mehr als "überschaubare Investionen" will Schrader aber trotz Umsatz- und Gewinnzuwächsem nicht riskieren und auf "sehr große Akquisitionen" im dreistelligen Millionenbereich vorerst verzichten.Stattdessen werde Otto eigene Marken weiter entwickeln und organisch wachsen, kündigte der Otto-Chef an.

Bei den Preisen für Endkunden will Schrader flexibel reagieren. Zwar seien wegen der steigenden Baumwollpreise bei einigen Produkten moderate Preiserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte angedacht. "Das ist aber vom Marktumfeld abhängig. Wenn unsere großen Wettbewerber im deutschen Textilhandel ihre Preise anheben, können wir uns vorstellen mitzugehen. Höhere Eckpreise im Markt wären mit Blick etwa auf die Löhne von Näherinnen oder Baumwollfarmern in den Herstellerländern auch angemessen." Versuche die Konkurrenz dagegen in der derzeitigen Situation aggressiv Marktanteile zu erobern und belasse es bei den derzeitigen Verkaufspreisen werde Otto neu entscheiden.

Der ursprünglich für Anfang April geplante Start der Online-Plattform quelle.de verschiebt sich. "Wir haben den Neustart von quelle.de auf den Sommer gelegt", sagte Schrader der WirtschaftsWoche. Otto hatte nach der Quelle-Pleite die Markenrechte des früheren Wettbewerbers übernommen. "Das Portal soll zu einem Online-Marktplatz für Technik- und Einrichtungsartikel entwickelt werden. Wir wollen dort auch anderen Händlern die Möglichkeit geben, über das Portal ihre Produkte zu verkaufen", sagte Schrader. Zum Start soll ein Grundsortiment von mehreren hunderttausend Technik- und Einrichtungsartikeln angeboten werden. Aufgrund des ausgeweiteten Sortiments, so Schrader, "dauert der Aufbau etwas länger als ursprünglich geplant".

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