Outlets: Werksverkäufe als touristisches Lockmittel

Outlets: Werksverkäufe als touristisches Lockmittel

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Factory Outlet: Schuhverkauf mit 1b-Ware

Wie Werksverkäufe mit 1b-Ware Touristen anziehen.

Outlet City Metzingen. Der Modekonzern Hugo Boss machte mit seinem Fabrikverkauf in der schwäbischen Heimat den Anfang und schuf einen Umsatzbringer von heute schätzungsweise 150 Millionen Euro. Das Outlet bringt damit rund ein Zehntel des Konzernumsatzes. Inzwischen sind mehr als 70 Modemarken wie Strenesse und Escada mit eigenen Outlets in Metzingen angesiedelt. Der addierte Jahresumsatz liegt schätzungsweise bei mehr als einer Milliarde Euro. Mehr als 2,5 Millionen Shopping-Touristen besuchen jährlich die Stadt, 2007 kamen Menschen aus 180 Ländern. Das sind nur zwölf weniger, als die Vereinten Nationen Mitglieder haben.

Designer Outlets Zweibrücken. In der pfälzischen Stadt haben sich mehr als 70 Modemarken angesiedelt — von Adidas über Jette Joop bis Wrangler. Das Center wird von der britischen Firma OCI betrieben. Der Jahresumsatz des 2001 eröffneten Zentrums liegt bei 72 Millionen Euro. Bis zu 7000 Besucher kommen wochentags, an Wochenenden bis zu 12.000. Direktflüge etwa aus London und Berlin zum nahe gelegenen Flughafen locken Shopping-Touristen an. 15 Prozent der Kunden kommen aus Frankreich. Sie geben im Durchschnitt mehr Geld aus als die Deutschen, da sie spontaner kaufen.

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B5. In Wustermark vor Berlin liegt das B5 Designer-Outlet mit rund 40 Shops. Es wurde 2000 eröffnet und wird heute vom britischen Konzern McArthur Glen betrieben. In dem Zentrum sind Marken wie Daniel Hechter, Levi’s und Gucci vertreten. Nun wird investiert: Die Verkaufsfläche wird bis 2010 auf 16.000 Quadratmeter fast verdoppelt und um 60 Shops erweitert. Edelmarken wie Joop und Strenesse sollen dazukommen. Die jährliche Besucherzahl soll so von 1,5 auf 2 Millionen Kunden steigen — künftig sollen auch Busse aus Polen und dem Baltikum anreisen.

Wertheim Village. Das Outlet-Center an der A3 liegt rund eine Stunde von Frankfurt entfernt. 65 Shops verkaufen Anzüge und Damenbekleidung, aber auch Unterwäsche und Schuhe. 2008 knackte das Zentrum die Marke von zwei Millionen Besuchern. Fünf bis zehn Prozent der Läden und Marken werden jedes Jahr ausgetauscht. Ausländische Touristen kommen vor allem aus China, Korea und Russland. Eine Kundenbefragung ergab, dass Wertheim Village „zum geplanten Zwischenstopp“ wird, wenn Urlauber auf der A3 in den Urlaub fahren oder auf dem Rückweg sind.

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