Eine gläserne Treppe führt zu seinem gläsernen Schreibtisch, unter dem ein Papierkorb steht – aus Plexiglas. Das Büro sei für ihn „so etwas wie die Kommandobrücke eines Schiffes“, sagt Dussmann. Eine prachtvolle, alte Spieluhr schmückt den Schreibtisch. Insgesamt umfasst seine private Sammlung mehr als 120 Uhren. „Sie erinnern mich daran, mit der Zeit nicht verschwenderisch umzugehen“, sagt Dussmann. Eine Etage tiefer hängt seine Gewerbegenehmigung, mit der er 1963 in die Selbstständigkeit startete. Damals putzte er fünf Wohnungen in München. Heute steuert er einen Servicekonzern, der mit Gebäudemanagement, Catering und dem Betrieb von Seniorenheimen mehr als 1,3 Milliarden Euro umsetzt und in 26 Ländern knapp 50.000 Mitarbeiter beschäftigt. Ende des Jahres will sich Dussmann aus dem Tagesgeschäft zurückziehen. „Ich halte mich gerne in warmen, sonnigen Gegenden der Welt auf“, sagt er. Mit Palme und Zugang zur Dachterrasse bietet sein Berliner Büro zwar auch ein wenig südliches Ambiente. Doch am Schreibtisch vertreibt die Hektik des Geschäfts alle Ferienstimmung. Da der Tisch keine Schubladen hat, bewahrt Dussmann Füllfederhalter und Visitenkarten in einer Holztruhe auf. Daneben steht eine Porzellan-Miniatur der Fortuna-Figur, die auf dem alten Berliner Stadthaus die Kuppel ziert. Wenn er in Richtung Fernsehturm blickt, kann er mit viel gutem Willen die Original-Figur erkennen, deren Neuguss er finanziert hat. Damit der Chef den Überblick behält, wird seine Glaskuppel einmal im Monat gereinigt – natürlich von der eigenen Firma.
Peter Dussmann: Gläserne Kommandobrücke
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