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Pflichtwandelanleihe: Commerzbank sammelt über vier Milliarden ein

von Reuters Quelle: Handelsblatt Online

Die Commerzbank-Aktien waren zuletzt kein Grund zur Freude für das Unternehmen. Dennoch vermeldet die Commerzbank einen Aktienerfolg: Mit der neuen Pflichtwandelanleihe hat sie mehr eingenommen als gedacht.

Das neue Logo der Commerzbank Quelle: AP
Das neue Logo der Commerzbank Quelle: AP

Die Commerzbank hat den ersten großen Schritt zur Rückzahlung ihrer milliardenschweren Staatshilfen getan. Mit einer vorgezogenen Aktienplatzierung sammelte die Bank innerhalb einer Woche 4,3 Milliarden Euro ein, wie sie am Mittwochabend mitteilte.

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Das ist mehr als die Hälfte des Gesamtvolumens, das die Commerzbank bis Juni am Kapitalmarkt platzieren will. Damit reicht ihr Ende Mai schon eine Kapitalerhöhung im Volumen von 3,95 Milliarden Euro, um fast 90 Prozent der Stillen Einlagen tilgen zu können, die sie in der Finanzkrise vom deutschen Staat erhalten hatte. Von 16,2 Milliarden Euro sollen davon Ende Juni noch 1,9 Milliarden übrig sein.

CoMEN holt Aktionäre an Bord

Die Bank hatte in der vergangenen Woche die Platzierung einer Pflichtwandelanleihe angekündigt, die nach der auf den 6. Mai vorgezogenen Hauptversammlung in Commerzbank-Aktien getauscht werden soll. Gut eine Milliarde der „CoMEN“ getauften Papiere wurden am Mittwoch zu je 4,25 Euro platziert.

Mit 4,3 Milliarden Euro nimmt die Commerzbank damit deutlich mehr ein als die 2,6 bis 3,4 Milliarden Euro, die sie angepeilt hat. Das Geld fließt Mitte Mai direkt an den Bankenrettungsfonds. Der Soffin tauscht zudem 1,4 Milliarden Euro seiner Stillen Einlagen in Commerzbank-Aktien, um seine Aktienbeteiligung von 25 Prozent zu halten.

Mit den „CoMEN“ erreichte die Commerzbank zudem ihr Ziel, neue institutionelle Aktionäre an Bord zu holen. Nur 22 Prozent der bisherigen Anteilseigner nahmen das Recht in Anspruch, für jede ihrer Aktien eine CoMEN zu zeichnen. Bei den restlichen Papieren griffen neue Käufer zu, die sich damit zusätzliche Bezugsrechte für die nächste Kapitalerhöhung sichern konnten.

SoFFin will weitere Aktien anlegen

Die Commerzbank-Aktie war angesichts der Platzierung von neuen Papieren im Umfang von bis zu drei Viertel des bisherigen Grundkapitals unter Druck geraten. Sie schloss am Mittwoch mit einem Minus von fünf Prozent bei 4,69 Euro. Vor der Ankündigung des Schritts vor einer Woche war sie noch zu 5,50 Euro gehandelt worden.

Mit der CoMEN-Platzierung und der folgenden Kapitalerhöhung will die Commerzbank insgesamt 8,25 Milliarden Euro einsammeln. Der staatliche Bankenrettungsfonds SoFFin will dann weitere 2,75 Milliarden Euro an Stillen Einlagen in Aktien wandeln.

Zum Abbau der Soffin-Einlagen will die Commerzbank neben dem Erlös aus der doppelten Kapitalerhöhung und der Umtauschaktion des SoFFin 3,3 Milliarden Euro an überschüssigem Kapital verwenden. Insgesamt gehen mehr als 12,5 Milliarden Euro an den Soffin.

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