Pharma: Abgang einer Lobbyistin

Pharma: Abgang einer Lobbyistin

von Jürgen Salz

Cornelia Yzer galt als eine der einflussreichsten Strippenzieherinnen der Republik. Nun hört die Pharma-Lobbyistin auf. Wohl nicht ganz freiwillig. Die Pharmaindustrie soll zuletzt mit ihrer Leistung unzufrieden gewesen sein.

Fünfzehn Jahre stand Cornelia Yzer an der Spitze des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller (VFA), der Interessenvertretung der wichtigsten Medikamentenkonzerne in Deutschland. Zum VFA gehören große Konzerne wie Bayer oder , Pfizer. Am Nachmittag kündigte die Chef-Lobbyistin ihren Abgang an. Sie wolle sich einer neuen Herausforderung stellen.

Der Rückzug soll jedoch nicht ganz freiwillig erfolgt sein. Immer mal wieder war aus der Branche zu hören, dass sich Yzer zunächst zu sehr darauf verlassen habe, dass sich unter der schwarz-gelben Regierung für die Pharmaindustrie wenig ändern werde. Doch dann setzte Gesundheitsminister Rösler Zwangsrabatte durch sowie eine neue  Preispolitik. Rösler wollte erreichen, dass die Krankenkassen künftig mehr Geld sparen. Doch was für die Patienten gut ist, ärgert die Pharmaindustrie. Yzer habe die Gefahr unterschätzt, hieß es.

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Was sie künftig machen will, hat Yzer noch nicht verraten. Die 49-Jährige hat bislang eine schnelle Karriere hingelegt. Schon als Schülerin trat sie in die Junge Union ein. Sie arbeitete als Rechtsanwältin, war leitende Mitarbeiterin bei Bayer, schließlich CDU-Bundestagsabgeordnete. Von 1991 bis 1997 arbeitete sie als Parlamentarische Staatssekretärin – zunächst im Ministerium für Frauen und Jugend, dann im Bildungsministerium. 1997 wechselte sie zum Pharma-Verband.

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