Pharmabranche: Neuer Bayer-Chef will Frauen stärker fördern

Pharmabranche: Neuer Bayer-Chef will Frauen stärker fördern

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Frauen-Förderer: Der neue Bayer-Chef Marijn Dekkers

von Jürgen Salz

Am 1. Oktober übernimmt der Niederländer Marijn Dekkers die Führung des Bayer-Konzerns. Vorab lässt er schon mal durchblicken, wie er sich die Zukunft des Pharma- und Chemieunternehmens vorstellt.

Dekkers hält nach Zukäufen für das Pharma- und das Pflanzenschutzgeschäft Ausschau. Er erhöht die Forschungsausgaben stärker als geplant – auf 3,1 Milliarden Euro. Der Großteil fließt in die Medikamenten-Entwicklung. Nein, er sieht derzeit keine Notwendigkeit, am Bayer-Portfolio etwas zu verändern. Das Kunststoffgeschäft Material Science wird also nicht verkauft. Was der 53-Jährige bei einem Abendessen mit Journalisten über seine Pläne erzählt, klingt nicht wirklich verstörend.

Und doch wird Dekkers für reichlich Unruhe in der Organisation sorgen. Alles soll schneller und schlanker werden. Der Neue, der dem Bayer-Konzern erst seit dem 1. Januar angehört, wird die Strukturen in den nächsten Jahren einer kritischen Prüfung unterziehen.

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Vor allem die Männer müssen sich Gedanken machen. Denn Dekkers will die Frauen stärker fördern. Bayer gilt bislang als Männerdomäne. Frauen spielen in der 147-Jährigen Geschichte des Unternehmens bislang keine Rolle. Immerhin, es tut sich ein bisschen was: Inzwischen   machen die Frauen bei Bayer  16 Prozent der oberen Führungskräfte aus.

Im Jahr 2000 waren es erst 5,2 Prozent. Und mit der Amerikanerin Sandra E. Peterson übernimmt, ebenfalls zum 1. Oktober, nun eine Frau die Führung des Teilkonzerns Bayer CropScience. Der neue Chef Dekkers lehnt zwar eine Quote ab, erklärt aber die Frauenförderung zu seinem Ziel.

Mehr lokale Manager in Schwellenländern

Wie überhaupt die Schar der Bayer-Führungskräfte bunter und vielfältiger werden soll. Dekkers, der verstärkt in Schwellenländern investieren möchte, will künftig in  aufstrebenden Märkten wie etwa Brasilien, China oder Indien mehr auf lokale Manager setzen. Für die Bayer-Manager aus der Zentrale, die sich gern um einen der lukrativen Auslandsjobs bewerben, ist das eine tendenziell eher schlechte Nachricht.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern hat Dekkers den Bayer-Konzern nicht zuvor jahrzehntelang von innen kennengelernt. Das kann auch ein Vorteil sein. Der neue Chef macht sich nun daran, mit alten, eingefahrenen Gewohnheiten zu brechen.

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