Pharmagroßhändler: Celesio will mit DocMorris expandieren

Pharmagroßhändler: Celesio will mit DocMorris expandieren

von Jürgen Salz

Konzernchef Oesterle über den Ausbau von DocMorris und Expansionen im Ausland.

Der Stuttgarter Pharmagroßhändler Celesio konnte im vergangenen Jahr Umsatz und Gewinn deutlich steigern, berichtet die WirtschaftsWoche. Im Interview mit dem Magazin nannte Vorstandschef Fritz Oesterle erstmals konkrete Geschäftszahlen: „Unsere Umsatzrendite für 2010 dürfte – bei einem Umsatz von rund 23 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis zwischen 670 und 690 Millionen Euro – bei etwa drei Prozent liegen“, sagte Oesterle. Diese Zahlen seien „alles andere als schlecht“, so Oesterle. 2009 hatte das MDax-Unternehmen, zu dem auch der Medikamentenhändler DocMorris gehört, einen Umsatz von rund 21,5 Milliarden Euro erzielt. Das operative Ergebnis (Ebitda) lag 2009 bei 627,9 Millionen Euro.

Oesterle kündigte zudem an, DocMorris zur führenden Apothekenmarke in Europa zu entwickeln. Bis auf den britischen Markt würde der Konzern künftig die „bestehenden 600 Apotheken in Irland, Belgien, Norwegen, Italien und in der Tschechischen Republik einheitlich gestalten und unter der Marke DocMorris führen“, so Oesterle. Darüber hinaus will Oesterle den Expansionskurs von DocMorris fortsetzen. In Schweden seien im vergangenen Jahr 50 DocMorris-Apotheken neu eröffnet worden; in diesem Jahr würden mindestens 40 weitere dazu kommen. In Deutschland strebt der Konzern bis 2015 „bis zu 500 DocMorris-Apotheken als Franchisepartner“ an, derzeit sind es rund 160. Dabei soll auch eine neue Eigenmarkenstrategie helfen. Oesterle: „Wir müssen ein vernünftiges Sortiment von Eigenprodukten aufbauen, etwa Schmerzmittel und Sonnenmilch, die wir unter der Marke DocMorris vertreiben.“

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Gerüchte über einen Einstieg des chinesischen Unternehmens Shanghai Pharmaceuticals bei Celesio kommentierte Oesterle verhalten: „Es gibt für mich keinen Grund, darüber nachzudenken“, sagte Oesterle der WirtschaftsWoche. Zuletzt war über einen Verkauf von Anteilen des Celesio-Großaktionärs Haniel spekuliert worden.

Pharmagroßhändler Celesio baut Portfolio bis 2015 um

Der größte europäische Pharmagroßhändler Celesio investiert in den kommenden Jahren in neue Geschäftsfelder, um sich vom stark preisregulierten Apothekengeschäft unabhängiger zu machen. "Wir streben bis 2015 ein ausbalanciertes Portfolio an, dann soll etwa die Hälfte unserer Erträge aus nicht preisregulierten Aktivitäten kommen", sagte Konzernchef Fritz Oesterle im Interview mit der WirtschaftsWoche. Oesterle will den Medikamenten-Großhändler stärker als Dienstleister für Pharmakonzerne etablieren. Erstmals nannte Oesterle dabei konkrete Geschäftsfelder:  "Die Bandbreite für eine Ausweitung unserer bestehenden Aktivitäten reicht von Forschungsservices über Dienstleistungen rund um die Medikamentenlogistik bis zu intelligenten Systemlösungen für Arzneimittelsicherheit", sagte der Celesio-Chef. Auch "nicht-rezeptpflichtige Produkte rund um Gesundheit, Schönheit und Wohlbefinden" sind laut Oesterle für Celesio interessant. Eine verstärkte Expansion ins Ausland hält er ebenfalls für möglich: "Das geografische Spektrum reicht theoretisch von Mexiko und Lateinamerika über die Ukraine und Russland bis China und andere asiatische Länder."

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