Pilotenstreik: Lufthansa: 360 Flüge fallen heute wegen Streiks aus

Pilotenstreik: Lufthansa: 360 Flüge fallen heute wegen Streiks aus

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Die Deutsche Lufthansa ist offenbar kein Favorit für eine Übernahme der staatlichen polnischen Fluggesellschaft LOT.

Harte Geduldsprobe für Lufthansa-Kunden: Nach den Streiks des Boden- und Kabinenpersonals wollen auch die Piloten ihre Lohnforderungen per Arbeitsausstand durchsetzen. Seit heute Mitternacht bis morgen 12 Uhr streiken die Piloten der Lufthansa-Tochter Cityline. Damit fallen heute bundesweit hunderte Flüge aus.

Wegen des erneuten Streiks der Piloten der Lufthansa-Tochter CityLine werden heute bundesweit rund 360 Flüge ausfallen. Das teilte eine Lufthansa-Sprecherin am Morgen in Frankfurt mit. Flüge der Lufthansa-Tochter Eurowings sind vom Streik nicht betroffen, wie eine Lufthansa-Sprecherin gegenüber der WirtschaftsWoche erklärte.

Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat die mehr als 700 Piloten der CityLine zu einem 36-stündigen Arbeitskampf aufgerufen. Der Streik hat um Mitternacht begonnen und soll bis zum morgigen Freitag 12.00 Uhr dauern. CityLine bedient ausschließlich Strecken in Deutschland und dem europäischen Ausland. Cockpit begründet die neuen Aktionen damit, dass Lufthansa in den monatelangen Tarifverhandlungen kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt habe.

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Für Lufthansa-Kunden ist dies der zweite Streik innerhalb kurzer Zeit: Erst vor wenigen Tagen ist der Streik des Boden- und Kabinenpersonals zu Ende gegangen.

Streik für bessere Bezahlung der Piloten

Bereits im Juli waren die Cockpitbesatzungen der Lufthansa-Töchter Eurowings und CityLine in einen 24-stündigen Ausstand und Ende Juli in einen 36 Stunden dauernden Streik getreten. Von den neuen bundesweiten Arbeitskämpfen sind nach Angaben von Cockpit unter anderem die Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Düsseldorf, Berlin-Tegel und Leipzig betroffen. Die Lufthansa will ihre Passagiere nach Möglichkeit auf die Bahn und andere Flüge umbuchen. Fluggäste könnten sich unter der Telefonnummer 0800- 850 60 70 und im Internet unter www.lufthansa.com informieren.

Im Kern geht es bei den Tarifverhandlungen um mehr Geld, eine konkrete Forderung hatte die Gewerkschaft in der Öffentlichkeit aber nicht genannt. Die CityLine-Geschäftsführung hatte zuletzt 5,5 Prozent mehr Geld bei 18 Monaten Laufzeit sowie eine Einmalzahlung von 5000 bis 7000 Euro angeboten - dieses Angebot hält Cockpit für nicht verhandelbar. Die Piloten des Lufthansa-Mutterkonzerns drohen ebenfalls mit Warnstreiks in den nächsten Tagen. Sie fordern eine Konzern-Personalvertretung bei Deutschlands größter Fluggesellschaft.

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