Beim Billigflieger Germanwings sollen rund zwei Drittel der Flüge trotz des Streiks stattfinden. „Es ist das Dramatischste, was wir je im deutschen Luftverkehr erlebt haben“, sagte Walther. „Wir werden statt der üblichen 1800 maximal 1000 Flüge darstellen können. Die Auswirkungen für die Kunden, das Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Deutschland sind bedauerlich.“
Betroffen waren am Morgen vor allem Strecken innerhalb Deutschlands sowie einige internationale Verbindungen. Zehntausende Passagiere müssen sich darauf einrichten, dass ihre Flüge gar nicht oder nur verspätet starten. Die Deutsche Bahn setzte unterdessen zusätzliche Züge ein. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt sollten von den rund 390 Lufthansa-Verbindungen etwa 40 Prozent ausfallen, sagte eine Sprecherin.
Notflugplan nicht eingehalten
Bislang sind durch den Streik der Piloten bereits mehr Flüge ausgefallen als geplant. „Ein paar“ Verbindungen aus dem Notflugplan hätten leider gestrichen werden müssen, sagte eine Sprecherin des Konzerns am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Es sei denkbar, dass der Notflugplan auch im Laufe des Tages nicht vollständig eingehalten werden könne.
Trotzdem blieb ein Chaos in den Morgenstunden aus. Fluggäste aus dem Ausland, die in Frankfurt gelandet sind, mussten auf die Bahn ausweichen oder wurden umgebucht. Auch am zweitgrößten Airport bei München war es zunächst „sehr ruhig und sehr leer“ in der Abflughalle, wie ein Sprecher sagte. Auch am Umbuchungsschalter der Airline warteten nur vereinzelt Passagiere. Die Lufthansa geht davon aus, dass dort rund 40 Prozent der Flüge gestrichen werden müssen. „Wir werden versuchen, 50 bis 60 Prozent des normalen Flugprogramms aufrecht zu erhalten“, sagte eine Sprecherin.














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Alle Kommentare lesen22.02.2010, 23:29 UhrAnonymer Benutzer: Helmers
Wie von mir vorausgesagt, ist der Millionärsstreik gescheitert. Völliges Unverständnis über Großverdiener hier im Lande. Maßlos, sinnlos, zwecklos. Demnächst wird euch gezeigt, wer der Herr im Hause ist!!! Die Zeiten der großen Schnauze und der Fliegermütze sind erst mal vorbei.
22.02.2010, 19:14 UhrAnonymer Benutzer: Singapore-Airline-Flieger
Die "busfahrer der Lüfte " booten sich selbst aus dem Rennen. Die Einkommen sind derart abgehoben, daß ich schon aus Prinzip keine LH-Flüge mehr anfrage. Letztendlich haben die Jungs doch nur Angst, ihre ebenso gut qualifierten Kollgen von AUA & Co. könnten ihnen die Jobs streitig machen.
Heute früh im Radio sagte so ein Streikender, daß er nun nicht mehr 14 Jahre auf den Aufstieg zum Kapität sondern gar 20 Jahre warten muß. Ja sind denn das dort beamte oder haben die JUngs eine Karrieregarantie ? Fegt diese abgehobenen Heinis hinfort und macht die LH wieder zu einem wahren Dienstleistungsunternehmen und nicht zu einem Selbstbedienungsladen. Diese sich elitär gebenden Piloten sollen mal weder auf den Erdboden hinabsteigen ! Und wenn ihnen das alles nicht paßt, sollten sie sich "normale" Jobs suchen. Denn das bundesdeutsche Durchschnittseinkommen liegt bei rd. 37.000 €/Jahr. Viel Spaß dann noch im richtigen Leben !
22.02.2010, 18:36 UhrAnonymer Benutzer: Unverhältnismäßig
ich habe jahrelang studiert, bei namenhaften Firmen internationale Praktika gesammelt, 2 Jahrzehnte auf Privatleben fast ganz verzichtet und habe heute einen guten Job, der für meine Altersklasse fast fürstlich entlohnt wird. Dennoch bin ich weit weg von dem Lohnniveau und den unendlich vielen Sondervergünstigungen der Piloten – die, das wir oft vergessen, mit ihrer 2—jährigen Ausbildung kürzer auf der Schulbank saßen als jeder gewöhnliche Lehrling. Ohne Sozialneid zu schüren, aber ich denke, die Piloten sind ganz gut versorgt, auch wenn die Tage lang werden können, Schichtdienst die Regel ist und das Privatleben leidet. Dies ist bei Ärzten, die meiner Meinung nach noch mehr Verantwortung tragen als Piloten, im Übrigen nicht anders!
Was sich diese Götter in blau jedoch nicht bewusst sind: der gigantische Schaden, der verursacht wird, wird am Ende von jemandem zu bezahlen sein. Und wenn es durch einen Stellenabbau in späteren Jahren sein wird, wenn die Lufthansa wieder in den roten Zahlen steckt – so wie viel Konkurrenten auf dem Globus. Den volkswirtschaftlichen Schaden bezahlen alle. Auch den nicht bezifferbaren! Ein beispiel? ich möchte diese Woche nach Jahren mit Familie in den verdienten Urlaub starten. Ob mein Zubringerflug oder der Hauptflug selbst überhaupt stattfinden? Kann mir keiner sagen. Ob mir je irgendjemand die tausende von EUR ersetzen wird, die beim Warten im Terminal einfach verpuffen? Wohl kaum.
Es ist zum Kotzen! Schon im Sommer 2008 hat mir der letzte Streik den Urlaub zerstört, nun läuft es wieder darauf hinaus. Unser nächster Urlaubort wird definitiv mit dem Auto angesteuert werden. Unser nächster Urlaub per Flieger irgendwann sicherlich nicht mehr mit der Lufthansa!