Pirateriewebsite Kino.to: Das Rote Tuch für Deutschlands Filmwirtschaft

Pirateriewebsite Kino.to: Das Rote Tuch für Deutschlands Filmwirtschaft

Erwähnt man hiesigen Managern aus der Filmbranche oder Filmemachern gegenüber nur den Namen Kino.to, steigt ihnen sichtbar die Wut ins Gesicht. Ist das Portal doch momentan die größte und erfolgreichste deutsprachige Raubkopierwebsite im Netz. "Das Leben der Anderen"-Produzent Max Wiedemann appelliert nun an das Rechtsbewusstsein der Nutzer.

Täglich statten Kino.to Schätzungen zufolge zwischen 200.000 und 400.000 Nutzer einen Besuch ab. Seit rund zwei Jahren kann jeder mit einem schnellen Internetanschluss dank dieser Website die neuesten Kinofilme in deutscher Sprache daheim am Computer ansehen: Seite aufrufen, Film auswählen, anklicken, anschauen – einfacher geht's nicht. Der Filmbranche kostet das Portal inzwischen mehrstellige Millionensummen. „Es ist vor allem unter Jugendlichen populär, Filme im Internet illegal anzusehen“, schimpft Max Wiedemann, Produzent bekannter Streifen wie des Oscar-Preisträgers "Das Leben der Anderen", "Männerherzen" und "Friendship!". Kaum jemand habe heute dabei noch das Gefühl, etwas Unrechtes zu tun, obwohl die Betreiber von Kino.to ihr Geld mit Diebstahl verdienten. "Die Website bereitet die Inhalte redaktionell hochwertig auf, über die Suchfunktion kann ich fast jeden größeren Film finden, der gerade im Kino läuft und mit einem Klick starten", sagt Filmproduzent Wiedermann. Man müsse anders als bei herkömmlichen Tauschbörsen kein Technikfreak mehr sein, und das sei das große Problem.

"Sperrt die Seite!"

Wiedemann wünscht sich deshalb ein hartes Vorgehen: "Meiner Meinung nach gibt es im Fall von Kino.to nur eine wirklich wirksame Maßnahme: Sperrt die Seite!" Die Hoffnung, dass die deutschen Internetprovider Kino.to aus ihren Netzwerken aussperren, begräbt die Branche inzwischen aber immer tiefer. Die Provider sehen sich nicht zuständig – einige in der Filmbrache mutmaßen, weil für die Provider die für Kino.to notwendigen Breitbandanschlüsse ein gutes Geschäft seien.Statt dessen suchen seit Monaten die Piratenjäger der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) die Hintermänner von Kino.to. Eine bislang erfolglose Schnitzeljagd der GVU, die die Ermittler nicht nur nach Holland und Irland führt, sondern auch nach Russland und an die spanische Costa Brava.

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