PKV-Prämie: Wechselmöglichkeiten für Privatversicherte

PKV-Prämie: Wechselmöglichkeiten für Privatversicherte

von Martin Gerth

Welche Wechselmöglichkeiten Privatversicherte haben, um ihren Krankenkassenbeitrag zu drücken.

Flucht in die Gesetzliche

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Euro-Scheine

Grundsätzlich können Privatversicherte nur dann in eine gesetzliche Kasse wechseln, wenn sie unter 55 Jahre alt sind. Zusätzlich muss das Bruttoeinkommen unter der Versicherungspflichtgrenze von 50.850 Euro pro Jahr (gültig für 2012) liegen. Selbstständige und Freiberufler müssen zudem vor einem Wechsel mindestens zwölf Monate unselbstständig beschäftigt gewesen sein. Wer sich arbeitslos meldet, wird automatisch Mitglied in der GKV, sofern er sich nicht zuvor von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien ließ und er jünger als 55 Jahre ist. Bei einem Wechsel in die GKV gehen die in der PKV gebildeten Alterungsrückstellungen in der Regel verloren.

Diese individuellen Rückstellungen sollen den Zuwachs der PKV-Prämie im Alter abmildern. Um die Alterungsrückstellungen trotz Wechsel in die GKV zu erhalten, haben Versicherte zwei Möglichkeiten: Sie können entweder private Zusatz-Policen abschließen oder sich gegen einen geringen Betrag eine Anwartschaft auf eine spätere Rückkehr in die PKV sichern.

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Wahl des Basistarifs

Wer nicht in die GKV wechseln kann, dem steht der Basistarif der PKV offen, der die Leistungen der gesetzlichen Kassen bietet. Die Versicherungen müssen ihn Neukunden sowie allen Bestandskunden über 55 Jahre ermöglichen. Die Prämie ist bei 581,25 Euro pro Monat gedeckelt, dem Höchstbeitrag der GKV.

Wechsel des PKV-Tarifs

Private Krankenversicherungen versuchen, ältere Versicherte von neuen Tarifen fernzuhalten, um die Prämien für Neukunden niedrig zu halten. Die Allianz beispielsweise kassierte einen Tarifstrukturzuschlag, wenn Versicherte auf 2007 neu eingeführte Tarife umsatteln wollten. Das Bundesverwaltungsgericht verbot der Allianz, den Zuschlag bei Versicherten zu kassieren, die keine Vorerkrankungen haben. Wechselwillige sollten sich jedoch nicht abwimmeln lassen. Solange der neue Tarif weniger Leistungen bietet als der alte, darf die Krankenversicherung keinen Risikozuschlag erheben oder von dem Versicherten eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen.

Wechsel des PKV-Anbieters

Versicherte, die ihre Police von 2009 an abgeschlossen haben, können beim Wechsel ihrer privaten Krankenversicherung einen Teil ihrer Alterungssrückstellungen mitnehmen. Wer eine ältere Police besitzt und wechselt, verliert die kompletten Alterungssrückstellungen. Trick: Beim neuen Versicherer nur einen abgespeckten Tarif wählen und diesen durch Zusatzversicherungen beim alten Versicherer ergänzen. So bleiben die bisher angesparten Alterungsrückstellungen erhalten.

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