Poker um Autobauer: Sieben Milliarden für Porsche, neues Angebot für Opel

Poker um Autobauer: Sieben Milliarden für Porsche, neues Angebot für Opel

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Porsche-Chef Wendelin Wiedeking: Gehalt an Gewinn gekoppelt

Mit sieben Milliarden Euro könnte das Emirat Katar Porsche retten, doch auch VW hat sein Angebot nachgebessert. Ein Spitzentreffen in Salzburg brachte keine Entscheidung. Auch im Übernahmepoker um Opel gibt es ein neues Angebot.

Für Porsche läuft der Countdown: Nach monatelangem Tauziehen steht die Entscheidung über die Zukunft des hochverschuldeten Sportwagenbauers unmittelbar bevor. Am Sonntag trafen sich die Eigentümerfamilien in Salzburg. Eine Weichenstellung für eine Beteiligung des Emirats Katar oder eine Übernahme durch VW gab es dabei nach Angaben eines Gewährsmann aber noch nicht.

Katar bietet inzwischen sieben Milliarden Euro für einen Einstieg bei Porsche und für dessen VW-Aktienoptionen. Volkswagen soll laut „Spiegel“ sein Angebot für eine fast 50-prozentige Übernahme der Stuttgarter auf mehr als vier Milliarden Euro erhöht haben. Das von den Porsche-Eignern, also den Familien Porsche und Piëch, notwendige einmütige Votum über die Zukunft ihres Unternehmens soll laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost“ bereits am Donnerstag stehen.

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Zur hochkarätig besetzten 100-Jahr-Feier der VW-Tochter Audi in Ingolstadt kommen dann neben beiden Familien auch die Vorstände von Porsche und Volkswagen sowie Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten Christian Wulff, Günther Oettinger und Horst Seehofer. „Und bis die zusammenkommen, muss dieser Übernahmekonflikt geregelt sein“, zitierte das Blatt eine mit den Vorgängen vertraute Person.

Entscheidung bei Porsche steht bevor

Spätestens in anderthalb Wochen, am 23. Juli, sollte der weitere Weg aber feststehen. Dann entscheidet der Porsche-Aufsichtsrat über die Angebote von Katar beziehungsweise Volkswagen. Für den selben Tag ist auch eine Aufsichtsratsitzung von VW geplant. Eine Tagesordnung gibt es dazu bislang ebensowenig wie eine offizielle Einladung, die allerdings auch erst sieben Tage im voraus gegeben werden muss.

Mit dem von Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking und Katar „endverhandelten Angebot“ würde sich der mit neun Milliarden Euro verschuldete Sportwagenbauer eines Großteils seiner Sorgen entledigen. „Das wäre für Porsche der Durchbruch“, sagte eine Person, die mit der Sache vertraut ist. Über eine Kapitalerhöhung würde sich Katar nach diesem Angebot an rund 20 bis 25 Prozent der Holding beteiligen und stimmberechtigte Stammaktien erwerben, die bisher ausschließlich im Familienbesitz sind. Zudem würde Porsche seine noch vorhandenen Optionen auf VW-Aktien von bis zu 24 Prozent an das Emirat abtreten.

Neues Angebot für Opel

Auch im Übernahmepoker um Opel könnte es eine weitere Offerte geben. So soll der in Belgien ansässige Finanzinvestor RHJ International nach Informationen der „Bild am Sonntag“ (BamS) sein ursprüngliches Angebot für Opel in wichtigen Punkten nachgebessert haben. Dies sehe vor, dass alle deutschen Standorte erhalten bleiben.

Dagegen hat der österreich-kanadische Zulieferer Magna seine Entscheidung verschoben. Die Aufsichtsratssitzung, bei der der Einstieg bei Opel abgesegnet werden sollte, werde nun „eher nicht“ am Dienstag (14. Juli) stattfinden. Als Zeichen für eine Blockade der Verhandlungen solle die Terminverschiebung um einige Tage jedoch nicht verstanden wissen. „Man ist in den Schlussgesprächen“, hieß es aus dem Verhandlungsumfeld. Opel -Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz ist davon überzeugt, dass ein Abschluss mit Magna zustande kommt.

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