Vielversprechende BranchenErdöl und Erdgas: Beide Branchen werden von Analysten in Russland vollkommen unterschiedlich bewertet: Während die weitgehend private Ölindustrie sich modernisiert, ist der staatlich kontrollierte Gasgigant Gazprom ein ineffizienter Moloch. Zugleich raten russische Banken aber zum Kauf von Gazprom, weil der Wert bald zur wichtigsten Schwellenmarkt-Aktie werden könnte. Moskauer Experten raten von Ölaktien ab, weil die Gewinndynamik nachlasse. Westliche Analysten sehen es genau andersherum: Sie empfehlen die Ölwerte Surgutneftegas und Lukoil, das gerade einen Rekord-Quartalsgewinn vorgelegt und den Einstieg des US-Ölmultis Conoco-Phillips besiegelt hat, zum Kauf und bewerten Gazprom neutral. In der Ukraine ist es einfacher: Nur Ukrnafta ist börsennotiert – und der mit Abstand umsatzstärkste Konzern. Telekommunikation: Nicht nur die Abonnenten-Rekordzahlen der beiden größten russischen Mobilfunker, Mobile Telesystems (MTS) und Vimpel Com, die zugleich auch Branchenmarktführer in ganz Osteuropa sind, lassen Analysten zum Kauf dieser Aktien raten. Die Großbank HSBC rät in Russland zum Kauf von Handy-Aktien und erwartet hier „die beste Dynamik“. In der Ukraine wird der Telefonriese Ukrtelekom unterschiedlich bewertet: Einerseits treibt die bevorstehende vollständige Privatisierung die Kurse, anderseits fehlt als Perspektive eine Mobilfunklizenz. Metalle: Der ukrainische Markt wird von der guten Stahlkonjunktur getrieben – und damit die (auch in Deutschland notierten) Aktien von Azovstal, Donetsk Metall, Khartsysk Pipe, Nikopolsky Ferroalloy, Zaporizhstal und Stakhanov Ferroalloy. In Russland können neben den Stahlwerten Severstal und Mechel Investoren auch bei Norilsk Nickel einsteigen, dem weltweit größten Produzenten von Nickel und Platin-Metallen.
Viel passiert ist nicht. Die nachrichtenarme Zeit haben Institutionen und Verbände genutzt, um auf den desolaten Zustand...





















