Porsche-Chef Müller: "Jedes Jahr ein Großereignis"

Porsche-Chef Müller: "Jedes Jahr ein Großereignis"

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Vorstandsvorsitzende der Porsche AG, Matthias Mueller

von Franz W. Rother

Der neue Porsche-Chef Matthias Müller geht forsch ans Werk: Bis 2018 will er die Anzahl der Modellreihen verdoppeln und die Verkäufe fast verdreifachen. Über 200 000 Autos sind das ehrgeizige Ziel.

WirtschaftsWoche: Herr Müller, 100 Tage sind Sie nun schon für Porsche tätig. Wie fühlen Sie sich?

Müller: Besser jedenfalls als in den 100 Tagen vor Amtsantritt.

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Da fühlten Sie sich nicht gut? Weil Sie nicht wussten, was auf Sie zukommt?

Ich wusste es nur in groben Zügen. Ich kannte die Firma nur von außen, aber nicht die Kultur des Unternehmens. Daraus ergab sich eine gewisse Unruhe. Aber die hat sich längst gelegt. Ich fühle mich extrem wohl bei Porsche.

Böse Überraschungen gab es nicht?

Im Gegenteil. Ich habe den Eindruck, dass viele bei Porsche froh sind, dass es wieder jemanden gibt, der Produktorientierung zur Unternehmenskultur erklärt, dementsprechend Ideen einfordert und Projekte schnell entscheidet.

Was haben Sie inzwischen entschieden?

Zu entscheiden war die Produktion des 918 Spyder, nicht nur formal, sondern auch in Detailfragen, sodass man nun ein Budget erstellen und Aufträge erteilen kann. Die nächste Produktentscheidung betraf den kleinen SUV.

Sie meinen den Cajun, einen kleinen -Geländewagen auf Basis des Audi Q5?

Richtig. Auch den haben wir inzwischen auf den Weg gebracht. Dazu waren noch andere Produktentscheidungen zu treffen wie das finale Design vom Cayman und Boxster der nächsten Generation. Auch ging es um die Freigabe des neuen Carrera.

Mussten Sie da nachschärfen?

Es gab bei meinem Amtsantritt zumindest noch ein paar Optionen und die Frage, ob alles so richtig und optimal ist.

Und war es das?

Eigentlich schon, aber ein wenig Feintuning konnte ich am neuen Elfer schon noch vornehmen. Als Neuling im Unternehmen und mit meiner Erfahrung aus dem Konzern fiel mir schon noch die eine oder andere Frage zu dem Auto ein. Die Mannschaft hatte damit aber kein Problem, sie zog voll mit und arbeitet engagiert die Themen ab. Ich bin deshalb zuversichtlich, dass wir bis zum Jahresende eine nachhaltige Produktstrategie für die, sagen wir mal, nächsten acht Jahre haben werden.

Haben Sie auch bereits über den kleinen Mittelmotor-Roadster entschieden, der in Kooperation mit VW entstehen soll?

Entschieden noch nicht, aber auch daran arbeiten wir derzeit heftig. Ich kann mir vorstellen, dass wir in den nächsten Monaten im Grundsatz weiterkommen.

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