Privatbank: Sal. Oppenheim 2009 mit Milliardenverlust

Privatbank: Sal. Oppenheim 2009 mit Milliardenverlust

von Cornelius Welp

Die von der Deutschen Bank übernommene Privatbank schnitt 2009 noch schlechter ab als vermutet.

Wenn Matthias Graf von Krockow und die übrigen persönlich haftenden Gesellschafter der Privatbank Sal. Oppenheim früher ihre Ergebnisse präsentierten, war dies stets Anlass ausgiebiger Selbstpreisungen. Für das Jahr 2009 aber, das mit dem Notverkauf an die Deutsche Bank endete, herrschte bisher eisiges Schweigen.

Wohl nicht ohne Grund: Das Ergebnis der Privatbank war noch desaströser als bisher angenommen. Der Jahresabschluss der deutschen Oppenheim-Gesellschaft weist einen Verlust von 1,2 Milliarden Euro aus. Das lag an der Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor, an dem die Bank Ende 2008 die Mehrheit übernommen hatte, aber auch an Wertberichtigungen in Höhe von 134 Millionen Euro auf Kredite an Ex-Spitzenmanager und Aufsichtsräte.

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Die Risikovorsorge explodierte von 21 Millionen auf 680 Millionen Euro. Auch in der Vermögensverwaltung gab es deutliche Einbußen. Die Eigenkapitalausstattung lag zeitweise unter dem vorgeschriebenen Mindestwert. Für die nächsten zwei bis drei Jahre rechnet die Bank weiter mit Verlusten. Ein personeller Verlust steht schon fest: François Pauly, als Leiter des Luxemburger Geschäfts erst kürzlich in den Vorstand aufgerückt, verließ das Institut vor wenigen Tagen.

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