Produktion: Lieferengpässe würgen Aufschwung ab

Produktion: Lieferengpässe würgen Aufschwung ab

Bild vergrößern

ARCHIV - Mitarbeiter des Stuttgarter Automobilkonzerns Daimler arbeiten im Werk Sindelfingen (nahe Stuttgart) in der Fertigung der Mercedes C-Klasse-Fahrzeuge (Archivfoto vom 25.01.2008). Die Beschäftigten des Daimler-Werks in Sindelfingen kämpfen aus Angst um ihre Jobs gegen eine Verlagerung der Produktion ins Ausland. Experten halten diesen Weg dagegen für unausweichlich. Wo von 2014 an die neue Generation der Mercedes C-Klasse tatsächlich vom Band rollen wird, will der Vorstand voraussichtlich am Dienstag (01.12.2009) entscheiden. Foto: Bernd Weißbrod dpa/lsw (zu dpa lsw 0265 vom 30.11.2009) (c) dpa - Bildfunk

von Andreas Wildhagen

Eine exklusive Roland-Berger-Studie warnt: "Lieferengpässe bei wichtigen Waren gefährden den aktuellen Aufschwung". Demnach haben die Autoindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau ein Nachschubproblem.

Eine "teilweise prekäre Versorgungssituation" im produzierenden Gewerbe stellt eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger fest, die in den vergangenen drei Tagen erstellt worden ist und die wiwo.de vorliegt. Die Roland-Berger-Berater Thomas Rinn und Sebastian Durst befragten primär Einkaufsleiter von 19 produzierenden deutschen Unternehmen, vor allem aus der Automobilindustrie sowie dem Maschinen- und Anlagenbau, nach der aktuellen Versorgungssituation. Danach gefährden Lieferengpässe "den aktuellen Aufschwung", wie die Autoren der Sonderstudie warnen. Die enge Nachschubsituation betreffe laut Studie Elektronikkomponenten, Guß- und Schmiedeteile, Spezialstähle sowie Rohstoffe wie Silizium und Kautschuk.

Fast 80 Prozent der Unternehmen berichteten von einer "deutlichen Zunahme von Lieferengpässen in den vergangenen Wochen", schreiben die Berater von Roland Berger. 74 Prozent der befragten Einkaufsleiter sehen die Versorgungslage in den Produktion als "kritisch, beziehungsweise sehr kritisch" an. 

Anzeige

Damit werden "Produktionseinschränkungen wahrscheinlich", warnt die Studie. Die Spätfolgen des Vulkanausbruchs sbleiben hingegen gering: Fast 70 Prozent der Befrageten stellten "keine Störungen der Transportketten" fest. Als Gründe für die Engpässe führen die Autoren der Studie bei den Zulieferern auch "Kapazitätsreduzierungen während der Krise" und eine "bewusste Verknappungsstrategie" an, um "durch Zurückhaltung von relevanten Mengen die Preise stabil zu halten" beziehungsweise "zu erhöhen".

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%