Prognose der Bundesbank: Inflationsrate soll in diesem Jahr auf drei Prozent steigen

Prognose der Bundesbank: Inflationsrate soll in diesem Jahr auf drei Prozent steigen

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Wegen stark steigender Energiepreise hat die Bundesbank heute ihre Inflationsprognose drastisch angehoben

Viele Konsumenten klagen derzeit über steigende Preise. Nun liefert die Bundesbank den Beweis: Wegen explodierender Kosten für Energie und Lebensmittel hob die Bundesbank ihre Prognose für die Inflationsrate auf drei Prozent an. Positiv dafür: Von einer Konjunktureintrübung ist Deutschland weit entfernt. Die Aussichten sind sogar rosiger als bisher.

Die Experten der Bundesbank hoben ihre Inflations-Prognose um 0,7 Punkte auf drei Prozent an, wie das Institut heute mitteilte. Eine echte Entspannung für Verbraucher könnte es demnach erst im kommenden Jahr geben.

Zugleich bewertet die Bundesbank die Konjunkturaussichten in diesem Jahr besser als bisher und erhöhte ihre Wachstumsprognose. „Das Preisklima in Deutschland ist derzeit erheblich eingetrübt und dürfte sich nur allmählich aufhellen“, hieß es in der Prognose. Mit einem nachlassenden Preisdruck bei Energie und Nahrungsmitteln und damit einer Inflationsrate von unter drei Prozent sei erst gegen Ende des Jahres zu rechnen. Erst im kommenden Jahr könnte der Anstieg auf zwei Prozent sinken.

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Auch 2009 wird Inflation über 2 Prozent liegen

Im Durchschnitt rechnen die Experten 2009 mit einer Teuerungsrate von 2,2 Prozent. Dies wäre aber immer noch über der Inflationsrate von unter zwei Prozent, bei der die Europäische Zentralbank den Wert des Euros als stabil einstuft. Im Dezember 2007 hatte die Prognose für beide Jahre noch 0,7 Punkte unter dem jetzigen Wert gelegen.

Besonders warnten die Bundesbankiers vor hohen Tarifabschlüssen: „Ein sich verstärkender Lohnkostendruck könnte bei weiter steigenden Vorleistungspreisen neue Preiserhöhungsrunden auslösen.“ Demnach überwiegen auf kurze und mittlere Sicht die Aufwärtsrisiken für die Preisentwicklung.

Kräftiges Wirtschaftswachstum in diesem Jahr erwartet

 Zugleich hob die Bundesbank ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr an. Sie erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt kalenderbereinigt im Jahresdurchschnitt um etwa 2 Prozent wächst. Das sind 0,4 Punkte mehr als bei der letzten Prognose im Dezember. Im kommenden Jahr erwartet die Frankfurter Behörde ein Wachstum von etwa 1,5 Prozent. Nach dem starken Start ins erste Quartal geht die Bundesbank erst zum Jahreswechsel 2008/2009 von einer konjunkturellen Belebung aus.

Das im Vergleich zu anderen Staaten gute Wirtschaftswachstum wird sich nach Einschätzung der Bundesbank weiter positiv auf die Beschäftigung auswirken. Die Arbeitslosenquote soll nach 9,0 Prozent im vergangenen Jahr auf 7,8 Prozent in diesem Jahr und 7,6 Prozent im Jahr 2009 sinken. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte sich in diesem Jahr um etwa 1,5 Prozent auf 40,3 Millionen erhöhen.

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