Prüfkonzern: Dekra-Chef: Wir schaffen trotz Krise Umsatzziel von 1,6 Mrd.

Prüfkonzern: Dekra-Chef: Wir schaffen trotz Krise Umsatzziel von 1,6 Mrd.

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Die Dekra Zentrale in Stuttgart

Der Prüfkonzern Dekra wird trotz der schwächelnden Konjunktur seinen Umsatz im laufenden Jahr wie geplant von 1,3 Milliarden Euro kräftig um rund 23 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro steigern. Das kündigte Dekra-Konzernchef Klaus Schmidt gegenüber der WirtschaftsWoche an: „Wir werden das Ziel erreichen.“

Auch mittelfristig sei der Konzern dabei, seine Umsatz- und Gewinnziele umzusetzen. „2003 haben wir gesagt, dass wir den Umsatz in sieben Jahren auf zwei Milliarden verdoppeln wollen. Das ist ein ehrgeiziges Ziel, aber wir sind auf dem besten Weg, das zu schaffen.“ Große Teile des Umsatzwachstums gehen dabei auf Übernahmen zurück. „Rund die Hälfte der neuen Umsätze stammen aus Übernahmen“, so Schmidt. Die Rendite bleibe trotz des raschen Wachstums stabil. „Wir haben eine stabile Umsatzrendite von sechs bis sieben Prozent. Und das muss nicht das Ende der Fahnenstange sein.“ Stark zulegen werde auch die Zahl der Mitarbeiter. „Unsere Belegschaft wächst in diesem Jahr um rund 2.000 auf über 20.000 eigene Mitarbeiter. Dazu kommen noch rund 6.000 Mitarbeiter, die in Franchisezentren arbeiten, die aber nicht auf unserer Gehaltsliste stehen.“

Wachstumsmöglichkeiten sieht die Dekra trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise. „Dass wir dennoch nach Wachstum streben, liegt an der Globalisierung. Viele Kunden in der Industrie erwarten, dass ein Prüfkonzern Leistungen weltweit anbieten kann. Beim Automobilgeschäft erschließen sich zudem ständig neue Märkte, weil immer mehr Länder ähnliche Sicherheits- und Umweltvorschriften einführen, wie wir sie in Europa bereits seit Langem kennen.

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Hier können wir mit unserer Erfahrung und unserem Image als deutscher Konzern sehr schnell Fuß fassen. Es wäre sträflich, wenn wir diese Chancen nicht nutzen würden.“ Regional setzt Schmidt vor allem auf die Wachstumsmärkte in Asien und Südamerika. „Nehmen Sie die Schwellenländer, die gerade dabei sind, ihre automobile Infrastruktur aufzubauen. Für sie sind Deutschland und Europa das große Vorbild, denn hier funktioniert der Autoverkehr im Sinne der Verbraucher, der Wirtschaft und der Umwelt am besten“, so Schmidt. Deshalb rechne er damit, dass die Dekra „in Russland, China, Indien und Südamerika in einigen Jahren mehrere Tausend Mitarbeiter haben“ werde.

Ausgeschlossen hat Schmidt, dass Dekra künftig eine TÜV-Organisation übernimmt. „Wenn zwei starke Marken zusammengehen, ist eigentlich keinem geholfen. Zudem gäbe es in unserem Fall kartellrechtliche Probleme. Ich kann deshalb ausschließen, dass wir uns mit einem TÜV zusammentun werden.“ Dagegen plane die Dekra weitere internationale Übernahmen. „Offen sind wir für Partnerschaften mit ausländischen Unternehmen. Und wir werden weltweit Unternehmen zukaufen, wenn der Preis stimmt und die Unternehmen inhaltlich und kulturell zu uns passen.“

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