Prüfkonzerne: Abwrackprämie beschert TÜV und Dekra Millioneneinbußen

Prüfkonzerne: Abwrackprämie beschert TÜV und Dekra Millioneneinbußen

Den großen Prüfkonzernen TÜV und Dekra drohen Verluste von 100 Millionen Euro. Schuld sind weniger Untersuchungen wegen der Abwrackprämie.

Klaus Brüggemann sieht die Abwrackprämie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Durch sie kämen zwar „potenziell sicherere und umweltverträglichere Fahrzeuge auf die Straßen“, meint der Chef des Verbandes der Technischen Überwachungs-Vereine (TÜV). Aber zugleich befürchtet er, dass die Prüfgesellschaften Umsatz einbüßen.

Die Branche erwartet, dass wegen der Abwrackprämie in diesem und im nächsten Jahr fast zwei Millionen Haupt- und Abgasuntersuchungen wegfallen. Denn Neuwagen müssen in der Regel erstmals nach drei Jahre zur Untersuchung vorfahren, ältere Fahrzeuge dagegen alle zwei Jahre. Rund 100 Millionen Euro dürfte die Branche so bis Ende 2010 an Umsatz verlieren.

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Herbe Einbußen bei TÜV und Dekra

Die Dekra, Europas größte Prüforganisation im Automobilgeschäft, geht für dieses Jahr von einer Umsatzminderung zwischen 10 und 20 Millionen Euro aus. TÜV-Süd-Chef Axel Stepken beziffert die Umsatzeinbußen für 2009 auf acht Millionen Euro.

Insgesamt setzt die Prüfbranche jährlich mehr als 1,2 Milliarden Euro bei den Haupt- und Abgasuntersuchungen für Pkws um. Die Prüforganisationen bewerten es dennoch positiv, dass wegen der Abwrackprämie mehr Autofahrer als sonst üblich ihren Gebrauchtwagen verschrotten und dafür ein neues Fahrzeug kaufen. Aufgrund der Wirtschaftskrise hätten viele Autofahrer zunehmend an der Wartung ihrer Fahrzeuge gespart – auf Kosten der Sicherheit.

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