Quartalszahlen: Krisenstimmung: Versicherungen melden Gewinneinbrüche

Quartalszahlen: Krisenstimmung: Versicherungen melden Gewinneinbrüche

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Allianz: Konzerntochter Dresdner Bank beschert Milliardenverluste

Die Finanzkrise setzt der Versicherungsbranche zu. Nach enttäuschenden Halbjahreszahlen machen AMB Generali und die Allianz keine Gewinnprognosen mehr, die Münchener Rück schraubt ihre Gewinnerwartung um eine Milliarde Euro nach unten. Am härtesten trifft es AIG: Der weltweit größte Versicherer meldet den dritten hohen Verlust in Folge.

Der durch die Kreditkrise schwer angeschlagene US-Versicherungsriese AIG steckt weiter tief in den roten Zahlen. Im zweiten Quartal erlitt der Konzern einen Verlust von 5,4 Milliarden Dollar (3,5 Mrd Euro) und musste neue milliardenschwere Abschreibungen vornehmen.

Erst im Juni hatte AIG nach massivem Druck von Großaktionären die Führung ausgewechselt. Derzeit stehe alles auf dem Prüfstand, sagte der neue Chef Robert Willumstad. Das neuerliche Minus der American International Group (AIG) fiel höher aus als von Experten erwartet. Ein Jahr zuvor hatte der nach seiner Bilanzsumme weltgrößte Versicherer noch einen Gewinn von 4,3 Milliarden Dollar erzielt. Das Ergebnis sei von den schlechten Bedingungen an den Haus- und Kreditmärkten sowie vom schwierigen Investmentumfeld belastet worden, erklärte Willumstad.

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In den vergangenen drei Quartalen summierte sich der Verlust bei AIG damit auf mehr als 18 Milliarden Dollar - allein im ersten Quartal war ein Rekordverlust von 7,8 Milliarden Dollar angefallen. Erst im Mai besorgte sich AIG eine Kapitalspritze von 20 Milliarden Dollar.

Allianz: Desaster mit der Dresdner Bank

Auch dem deutschen Versicherungskonzern Allianz spielt die Krise auf den Finanzmärkten übel zu. Im zweiten Quartal bescherten Verluste der Tochter Dresdner Bank dem Konzern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Gewinneinbruch von 28 Prozent. Der Überschuss fiel damit auf 1,54 Milliarden Euro. Der gesamte Umsatz ging um 9,5 Prozent auf 22 Milliarden Euro zurück. „Die Bank ist ein Desaster“, sagte ein Börsianer.

Die Allianz gab ihr Gewinnziel für 2009 auf und korrigierte die mittelfristigen Gewinnerwartungen nach unten. Konzernchef Michael Diekmann sagte dazu: „Wir erwarten auch für 2009 ein Anhalten der schwierigen Marktbedingungen, deshalb können wir das 2006 gesetzte Ziel einer durchschnittlichen operativen Ergebnissteigerung von 10 Prozent bis 2009 nicht aufrecht erhalten“. Eine verlässliche Ergebnisprognose sei insbesondere im Bankgeschäft derzeit nicht möglich. Der Konzern setzt auf die starke Ertragskraft des Versicherungs- und Assetmanagementgeschäfts und will - vor Berücksichtigung des Bankergebnisses - ein laufendes operatives Ergebnis von mindestens 9 Milliarden Euro im laufenden und kommenden Geschäftsjahr erwirtschaften.

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