
Bankdienstleistungen würden dabei in den Vordergrund rücken, sagte der Filialvorstand der Deutschen Postbank AG, Hans-Peter Schmid, heute bei der Vorstellung des neuen Konzeptes in Berlin- Wilmersdorf. Das postalische Geschäft solle dabei zur Neukundengewinnung genutzt werden. Postbank-Vorstandschef Wolfgang Klein betonte, dass vor allem die Wartezeiten für die Kunden reduziert werden sollen. Die Deutsche Postbank sieht sich von der Krise an den Kreditmärkten nicht spürbar betroffen. Institutschef Wolfgang Klein äußerte sich heute positiv zum Geschäftsverlauf der vergangenen drei Monate. „Unzufrieden sind wir nicht“, sagte er in Berlin. Wegen des starken Einlagengeschäfts von Deutschlands größter Filialbank habe der aktuelle Liquiditätsengpass an den Geldmärkten keine Auswirkungen. Er prognostizierte zudem, dass die Bankenbranche weltweit die Folgen der aktuellen Krise wohl noch in den kommenden beiden Jahren spüren werde. Klein: harter Wettbewerb um Privatkunden Klein wies anlässlich der Eröffnung einer neuen Filiale in Berlin erneut auf den harten Wettbewerb um Privatkunden hin. Er sprach von einem „Schlachtfeld“, auf dem es um Verdrängung von Konkurrenten gehe. Die Vertrauenskrise an den Geldmärkten habe das Ringen um Einlagen privater Kunden verschärft, da die Banken auf der Suche nach Liquidität seien, sagte Klein. Zahlreiche Großbanken versuchen seit einiger Zeit, mit kostenlosen Girokonten Kunden anzulocken. Neben der Postbank wollen unter anderem auch die Deutsche-Bank-Tochter Norisbank, die Commerzbank und die HVB mit solchen Angeboten punkten. Eine Million Neukunden sollen erreicht werden Im zweiten Quartal waren die Margen der Postbank wegen des harten Wettbewerbs unter Druck geraten, der Gewinn aber nach Zuwächsen im Kreditgeschäft dennoch gestiegen. Nach Vorlage der Quartalszahlen im Sommer waren Zweifel aufgekommen, ob die Postbank die angepeilte Marke von einer Million Neukunden im Gesamtjahr erreichen kann. Bank-Vorstand Hans-Peter Schmid betonte aber heute dieses Ziel werde auf jeden Fall erfüllt. Ein Zuwachs in dieser Größenordnung wäre etwas mehr als im Vorjahr. Insgesamt kommt die mehrheitlich zur Deutschen Post gehörende Bank derzeit auf rund 14,6 Millionen Kunden. Schmid machte allerdings keine Angaben dazu, wieviele Kunden unter dem Strich hinzugewonnen werden dürften. Die Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal werden am 9. November erwartet.













