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Rabatt-Studie: Porsche gibt's jetzt bis zu einem Fünftel billiger

von Martin Seiwert

Der Sportwagenbauer Porsche ist von seinem Grundsatz abgerückt, seine Fahrzeuge nur ohne Rabatt anzubieten. Im Auftrag der WirtschaftsWoche hat das Kölner Marktforschungsunternehmen Grass Roots bundesweit 50 Testkäufe in Porsche-Häusern durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass alle Porsche-Händler Nachlässe gewähren.

Der neue Porsche Boxster: Quelle: AP
Der neue Porsche Boxster: Derzeit gewähren Porsche-Händler Rabatte von bis zu 18 Prozent auf den Listenpreis Quelle: AP

Die deutschen Porsche-Händler bieten bereits beim ersten Kundenkontakt durchschnittlich knapp sechs Prozent Rabatt auf den Porsche Boxster S. Das ergab eine repräsentative Studie des Kölner Marktforschungsunternehmens Grass Roots im Auftrag der WirtschaftsWoche. Keiner der 50 getesteten Händler lehnte einen Nachlass ab. Bei Bestellfahrzeugen lagen die höchsten Rabatte bei zwölf Prozent, bei Leasingverträgen, Lagerfahrzeugen oder Auslaufmodellen wurden teilweise bis zu 18 Prozent eingeräumt.

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Das ist für Porsche ein radikaler Umbruch. Jahrelang pflegten die Schwaben das Image der Erfolgsmarke, die Rabatte nicht nötig hat. „Auch bei rückläufigen Absatzzahlen werden wir nicht versuchen, über Rabatte Absatz zu generieren“, tönte Vorstandschef Wendelin Wiedeking noch vor vier Wochen in einem Interview. „Wenn die Nachfrage nicht da ist“, so Wiedeking, „erzwingen wir sie nicht. Wir bauen lieber ein Auto weniger als eines zu viel.“

Porsche-Preisnachlässe: Auf Nachfrage boten alle Händler einen Rabatt an
Porsche-Preisnachlässe: Auf Nachfrage boten alle Händler einen Rabatt an

Doch viele Porsche-Händler können sich das offenbar nicht mehr leisten. Mit den Rabatten, die sie gewähren, verzichten sie nach Schätzung von Branchenexperten auf rund die Hälfte ihrer Gewinnspanne. Angesichts der mauen Nachfrage bleibt ihnen jedoch keine andere Wahl: Von Januar bis März wurden in Deutschland laut Kraftfahrtbundesamt 17,9 Prozent weniger Porsche-Neuwagen zugelassen als im Vorjahreszeitraum.

Weltweit brach der Porsche-Absatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/2009 um 26,7 Prozent ein. Auch wenn der Absatz auf dem Heimatmarkt Deutschland in den letzten Wochen wieder etwas angezogen hat, verhagelt unter anderem der extrem wichtige US-Markt die Bilanz.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 20.04.2009, 02:59 UhrAnonymer Benutzer: Walter Scheuermann

    Allein in einem mir bekannten Porsche Zentrum sind seit Monaten
    bis zu 50 leicht gebrauchte Porsches sowie Neuwagen über die ge-
    samte Modellpalette im Angebot. Der bestand steigt ständig und es
    läßt sich beobachten, daß so gut wie keine Verkäufe stattfinden.
    Man kann davon ausgehen, daß es in allen anderen Zentren ähnlich
    ist. Ein höherer Porsche Mitarbeiter erklärte mir noch am vergan-
    genen Wochenende, daß Porsche niemals Rabatte einräumen werde.
    Das mag während der vergangenen Jahrzehnte so gewesen sein,
    doch jetzt ist das in Anbetracht des starken Nachfrageeinbruchs
    nicht mehr so. Die Händler stöhnen unter den enormen Finanzier-
    ungslasten. Dr. Wiedeking und seine Manager müssen sich neue
    Strategien einfallen lassen und ihre bisherige Arroganz ablegen, da
    andernfalls zumindest die privaten Händler ganz schnell ausbluten
    werden. Auch die noch sehr gesund dastehende Porsche AG muß
    sich der Finanzkrise, den wirtschaftlichen Gegebenheiten und deren
    Folgen beugen. ich selbst warte mit der Anschaffung eines Porsche
    noch mehrere Monate und bin sicher, daß die Rabatte weiter an-
    steigen werden.

  • 18.04.2009, 23:14 UhrAnonymer Benutzer: quiring

    Von allen Herstellern ist Porsche mit dem Nachlaß sehr stabil. Es kann bei Porsche nicht passieren das Sie einen neuen Wagen bestellen mit ca. 7% und ein Jahr später gibts das Fahrzeug mit 20% wie zum bsp bei Mercedes GLK oder anderen...ein Fahrzeug aus Amerika würde ich nicht empfehlen...die Zeit und Kopfschmerzen bis zur fertigen Anmeldung kann man auch anders nützen...und ein Amerikaner bleibts trotzdem d.h im Wiederverkauf gibts um einiges weniger.

  • 18.04.2009, 19:50 UhrAnonymer Benutzer: Automotive Consultant

    ihr USA sind die Fahrzeuge incl. Wechselkurs 1/3 billiger und es wird immer noch verdient. Porsche sind in D viel zu teuer!

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