Das meldet die WirtschaftsWoche in ihrer neusten Ausgabe unter Berufung auf Düsseldorfer Regierungskreise.
Bonse-Geuking ist der Chef der RAG-Stiftung, die 2007 gegründet wurde, um den Steinkohlebergbau in Deutschland bis 2018 still zu legen. Im Kuratorium der Stiftung sitzen Vertreter der Bundesregierung sowie der Kohleförderländer Nordrhein-Westfalen und Saarland. In seiner Funktion als Stifungschef ist Bonse-Geuking zugleich Aufsichtratsvorsitzender des 2007 gegründeten Essener Mischkonzerns Evonik, dessen Verkauf einmal so viel Geld einbringen soll, dass die Folgekosten des Steinkohlebergbaus beglichen werden können, ohne den Steuerzahler heranziehen zu müssen. Bonse-Geuking war laut Medienberichte in einem Bericht des Bundesrechungshofes vorgeworfen worden, beim Verkauf von 25,1 Prozent an Evonik dem Finanzinvestor CVC Sonderrechte eingeräumt zu haben, ohne das Kuratorium der RAG-Stiftung als Mehrheitsaktionärin davon unterrichtet zu haben.
Allerdings hatte das RAG-Kuratorium Bonse-Geuking am vergangen Montag auf einer Sitzung in Berlin einvernehmlich bescheinigt, seinen Informationspflichten „voll und ganz“ nachgekommen zu sein. Auch die Sonderrechte für CVC stünden im rechtlichen Einklang mit dem Stiftungsmodell. Basis für die Entlastung war ein 35-seitiges Gutachten der Anwaltskanzlei Shearman & Sterling.
Nach Informationen der WirtschaftsWoche hat die rotgrüne Minderheitsregierung von Nordrhein-Westfalen unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) jedoch weiterhin Zweifel an der Aussagekraft dieses Gutachtens, da die Anwaltskanzlei Shearman & Sterling die RAG-Stiftung bereits bei der Aufstellung der Stiftungssatzung beraten habe und sich damit dem Verdacht des Interessenkonfliktes aussetze.













