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Raumfahrt: Ein Mittelständler sticht EADS beim Satellitenprogramm Galileo aus

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GIOVE-A-Satellit, der als Quelle: dpa
GIOVE-A-Satellit, der als erster Satellit des europäischen Navigationssystems Galileo im Dezember 2005 gestartet und auf eine mittlere Erdumlaufbahn in 23.260 Kilometer Höhe gebracht wurde. Die Verhandlungen mit der europäischen Raumfahrtindustrie über den Aufbau des Satelliten-Navigationssystems Galileo sind gescheitert. Das Konsortium um den deutsch-französischen Konzern EADS habe ultimative Forderungen der EU nicht erfüllt, sagte der Sprecher von Verkehrskommissar Jacques Barrot am Donnerstag in Brüssel. Die Kommission werde nächsten Mittwoch (10.05.2007) einen Vorschlag zur Rettung des Projekts vorlegen. Foto: DLR (zu dpa 0435) (c) dpa - Bildfunk Quelle: dpa

Das ist derzeit wertvoller denn je. Denn in der vergangenen Woche rügte der europäische Rechnungshof die EU-Kommission, ihre schlechte Verwaltung bei Galileo sorge für höhere Kosten und Verspätungen.

Zum Zweiten nutzt Fuchs senior gerade seine Kontakte zu Politikern aller politischen Ebenen und Parteien und appelliert an deren Sympathie für Mittelständler anstelle anonymer Großkonzerne. „Der verbindet den Enthusiasmus eines Existenzgründers mit der Sachkenntnis eines Wissenschaftlers“, sagt ein Geschäftsfreund.

Und schließlich spielen die Bremer damit, ein deutsches Unternehmen zu sein. Denn im internationalen Proporz des Galileo-Projektes steht Deutschland der Bau der Satelliten zu. Zwar fertigt auch Astrium einen großen Teil seiner Satelliten in Bremen, doch muss die EADS-Tochter die Arbeit mit ihren Partnern aus Frankreich und Italien teilen. „Wir hingegen geben die Gewähr, dass die Arbeit größtenteils in Deutschland gemacht wird“, sagt Fuchs junior.

EADS fürchtet Auftrags- und Gesichtsverlust

Der Erfolg der Bremer macht die Astrium-Manager zunehmend nervös. „Wenn wir den Auftrag verlieren, stecken wir echt im Schlamassel“, sagt Astrium-Chef Evert Dudok und streute auf der Pariser Messe Zweifel, ob OHB den Auftrag stemmen könne. Selbst eine Teilung des Auftrags sei gefährlich. „Das würde die Baukosten um bis zu 40 Prozent erhöhen“, warnte Dudok.

Am Ende könnte eine Niederlage bei Galileo für den Goliath EADS aber wohl vor allem im Gesichtsverlust bestehen, den Auftrag mit einem David teilen zu müssen. Denn OHB wird wohl einen Teil des Galileo-Auftrages an die britische Firma Surrey Satellite Technology abgeben. Und die hat Astrium zur Sicherheit kurz nach Beginn der Ausschreibung übernommen.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.07.2009, 10:33 UhrAnonymer Benutzer: Stephan

    Korrektur:
    Muss meinen (selbst schlecht recherchierten Kommentar) korrigieren: in bremen werden Propulsionsysteme (Steuerung) für die Satelliten gebaut. Das ist trotzdem bei weitem nicht "[...] ein großer Teil der Satelliten [...]".

  • 08.07.2009, 10:15 UhrAnonymer Benutzer: Stephan

    bsp. zur schlechten Recherche: in bremen wird nicht, wie im Artikel behauptet, ein großer Teil der Satelliten gefertigt. Dort werden zentrale bestandteile der Raumstation iSS (z.b Columbus) und die Oberstufe der Trägerrakete Ariane entwickelt und gebaut.
    Des Weiteren bezweifle ich die angebliche Aussage von OHb, dass die Arbeit größtenteils in Deutschland getan wird. Es gibt wenige Zulieferer der einzelnen Komponenten für solch ein komplexes Produkt und diese sind in ganz Europa verstreut. Ob Astrium oder OHb, beide werden auf diese Zulieferer angewiesen sein.

  • 07.07.2009, 16:43 UhrAnonymer Benutzer: Andreas

    Ein so schlecht recherchierter Artikel ist mir hier noch nicht untergekommen. Unwahrheiten und Halbwahrheiten ohne Ende. Offenbar war dem Autor der Aufwand einer eigenen Recherche zu groß, also schreibt er lieber die Pressemitteilung eines Unternehmens ab und ergänzt diese um vage Andeutungen, wie die vom EADS-Manager.

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