Rechtsstreit: BenQ lässt bei insolventen europäischen Töchtern nicht locker

Rechtsstreit: BenQ lässt bei insolventen europäischen Töchtern nicht locker

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Fünf ehemalige BenQ-Mobile-Mitarbeiter bekamen jetzt vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf Recht: Ihr Arbeitsverhältnis besteht weiter

Der taiwanesische Elektronikkonzern BenQ hat offenbar kein Einsehen: Als BenQ die ein Jahr zuvor erworbene Siemens-Handysparte dichtmachte, litt BenQs Image erheblich. Fast zwei Jahre nach der Insolvenz stellt der taiwanische Mutterkonzern nun gegen die Insolvenzverwalter seiner europäischen Töchter millionenschwere Forderungen.

Der Mutterkonzern hatte dem Ableger in Europa wenige Monate vor der Pleite der deutschen Tochter noch ein Darlehen von 70 Millionen Euro gewährt und die Finanzspritze dann nicht zurückbekommen. Das Landgericht München verhandelte gestern darüber, ob BenQ Taiwan nun wie andere Gläubiger Forderungen stellen kann.

Strittig ist, inwieweit der Mutterkonzern bereits von der Krise der europäischen Töchter wusste, als das Darlehen im Oktober 2006 fällig wurde. Die Richter müssen entscheiden, ob die Finanzspritze als Darlehen oder Eigenkapitalersatz angesehen wird.

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Insolvente BenQ-Töchter sitzen auf Schuldenberg

Wird die Zahlung als Ersatz für Eigenkapital angesehen, könnte der Mutterkonzern seine Forderung nur dann geltend machen, wenn alle anderen Gläubiger ausbezahlt wurden.

Die europäischen Töchter sitzen aber auf einem Schuldenberg und stehen Forderungen von mehreren tausend Gläubigern gegenüber. Ein Urteil wird am 29. September erwartet.

Noch mehrere Verfahren gegen BenQ anhängig

 Die deutsche Tochter von BenQ war aus dem Verkauf der kriselnden Siemens-Handysparte hervorgegangen. Knapp ein Jahr nach der Übernahme hatte der Mutterkonzern dem Unternehmen mit mehr als 3.000 Mitarbeitern den Geldhahn zugedreht und es in die Insolvenz geschickt.

Parallel zu dem Verfahren um Forderungen des Mutterkonzerns laufen umgekehrt auch mehrere Verfahren, in denen der Insolvenzverwalter der deutschen Tochter vom Mutterkonzern millionenschwere Zahlungen verlangt.

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