Reedereien: Hapag Lloyds perfektes Timing für die Börse

Reedereien: Hapag Lloyds perfektes Timing für die Börse

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Conteiner der "Hapag-Lloyd"

Die Hamburger Reederei Hapag Lloyd, an der TUI bald zur Hälfte beteiligt ist, soll noch 2011 an die Börse - ein glücklicher Zeitpunkt für Tui.

Noch vor einem Jahr sah es so aus, als würde Hapag-Lloyd im Strudel der Wirtschaftskrise untergehen. Die Bundesregierung bürgte für Kreditausfälle, dennoch waren die Verluste existenzbedrohend und die Aussichten düster. Mutterkonzern TUI, mit 43 Prozent an Hapag-Lloyd beteiligt, drohte im gefährlichen Fahrwasser ebenfalls Leck zu schlagen. Doch nun feiern die Hamburger ein schier unglaubliches Comeback: Die fünftgrößte Containerreederei der Welt erreichte in den ersten neun Monaten dieses Jahres das beste Ergebnis ihrer Firmengeschichte. Der operative Gewinn sprang auf mehr als eine halbe Milliarde Euro — auch ein Verdienst von Hapag-Lloyd-Chef Michael Behrendt.

Geschmeidiger Ausstieg

Für Michael Frenzel könnte der Turn-around zu keinem besseren Zeitpunkt kommen. Der TUI-Chef will die Beteiligung zu Geld machen und beauftragte nun drei Investmentbanken, Hapag-Lloyd noch 2011 an die Börse zu bringen. Gleichzeitig sollen sie auch die Suche nach strategischen und Finanzinvestoren fortsetzen. Frenzels Glück: TUI wandelt ausgegebene Kredite an Hapag-Lloyd im Januar in Anteile und besitzt dann 49,8 Prozent an der Reederei. Bei einem Verkauf könnte TUI Branchenschätzungen zufolge eine bis zwei Milliarden Euro erlösen.

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Damit käme der TUI-Boss geschmeidiger aus dem Engagement heraus als erwartet. Frenzel geriet 2008 unter Druck, als ihn der streitbare TUI-Großaktionär und norwegische Reeder John Fredriksen zu einem Verkauf der Containerreederei zwang, um den TUI-Aktienkurs zu treiben. Nur die Krise verhinderte den Komplettverkauf, TUI behielt einen Minderheitsanteil. Die Mehrheit ging an die Bietergemeinschaft Albert Ballin — bestehend aus dem Milliardär Klaus-Michael Kühne, der Stadt Hamburg sowie hanseatischen Versicherungen und Banken. Ein erfolgreicher Ausstieg wäre für Frenzel eine späte Genugtuung.

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