Kommentare zu: Holding als Brandmauer gegen Insolvenz

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5 Kommentare
  • 24.07.2009, 11:47 UhrAnonymer Benutzer: Tom Seht

    Schöne Konstruktion, wenn sie hinreichend früh, das heißt, ohne bereits erkennbare insolvenzgefahr, realisiert wird. Ansonsten dürfte das Konstrukt schnnell scheitern.

    "bGH, Urteil vom 20. 9. 2004 – ii ZR 302/02, Haftung bei Vermögensverlagerung auf Schwestergesellschaft(Anmerkung Stefan Fritsche)
    Stefan Fritsche

    1. Universität Jena.
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter1
    Quellenangabe Deutsche Zeitschrift für Wirtschafts- und insolvenzrecht. band 15, Heft 1, Seiten 29–32, iSSN (Online) 1612-7056, iSSN (Print) 1439-1589, DOi: 10.1515/dwir.2005.15.1.29, January 2005
    Published Online: 27/07/2005
    Abstract

    1.

    Der Gesellschafter einer GmbH und eine von ihm beherrschte Schwestergesellschaft der GmbH haften den Gesellschaftsgläubigern jedenfalls nach § 826 bGb auf Schadensersatz, wenn sie der GmbH planmäΒig deren Vermögen entziehen und es auf die Schwestergesellschaft verlagern, um den Zugriff der Gesellschaftsgläubiger zu verhindern und auf diese Weise das von der Gesellschaft betriebene Unternehmen ohne Rücksicht auf die entstandenen Schulden fortführen zu können.

    2.

    Das gilt auch dann, wenn die GmbH zum Zeitpunkt der schädigenden Handlungen schon überschuldet ist, diese Überschuldung aber noch vertieft wird mit der Folge, dass die Gläubiger schlechter dastehen als ohne die schädigenden Handlungen."

    Außerdem, würden das alle Gesellschaften und nach Rechtsformwechsel auch Kaufleute so tun, gäbe es wechselseitig kaum Haftungsmassen.
    Würden Sie in solch einem Fall noch anders als gegen Vorkasse liefern?

  • 24.07.2009, 12:30 UhrAnonymer Benutzer: Ein Gewinner, ein Verlierer

    Auch hier gibt es immer einen Gewinner und einen Verlierer.

    Solche Konstrukte mögen zwar den einen Retten, sorgen jedoch dafür dass der nächste in der Kette auf der Strecke bleibt. Volkswirtschaftlich betrachtet ist wohl nichts dabei gewonnen.

    Meist ist es sogar so dass der Größere welche den Schaden verursacht hat gerettet wird und der kleinere welcher u.U. überhaupt nichts dafür kann die Zeche bezahlt.

    im großen Stil haben wir das ja im Moment wohl bei den "systemrelevanten banken". Hier ist der Dumme der Steuerzahler

  • 24.07.2009, 13:33 UhrAnonymer Benutzer: MCG

    Alles Unsinn diese Vorschläge. Der Hauptschuldner ist doch immer
    die Hausbank oder mehrere banken. Diese lassen sich auch die Holding als Sicherheit geben,Oder sie haftet voll mit. Den Umbau kann man sich aus diesen Gründen sparen

  • 24.07.2009, 13:44 UhrAnonymer Benutzer: Watz

    @ Tom Seht
    Das ist genau das Problem - in D kann man sich die tollsten Konstruktionen für sehr viel Geld planen lassen.
    Schlussendlich wird bei der nächsten betriebsprüfung irgend ein Fehler raus kommen, so dass das "Gebäude" in sich zusammen fällt. Und Fehler kann man in D ganz schnell machen oder sagen wir es mal so. Fehler findet ein betriebsprüfer immer bei dem Wirrwarr an Gesetzen. Das gipfelt im Missbrauchs-§.
    Einzige Konsequenz: Finger weg von D und vom europäischen Ausland arbeiten und zwar dort wo man noch Recht bekommt.
    Keine viele Firmen aus US und Fernost denen das ganze Hickhack mit den behörden zu blöd wurde und kurzerhand über die Grenze sind.

  • 24.07.2009, 13:46 UhrAnonymer Benutzer: ELIASS

    Gute Anregung gegen überschnappende Manager..

    Dieser Ansatz ist wie üblich, eine unternehmerische Schmarotzerstruktur, die kleine Zulieferer und Dienstleister um ihre Ansprüche prellen soll. Trotzdem ist sie sehr nützlich: Sie könnte die Wirtschaft und insbesondere die Politik auf die idee bringen, daß es sehr viel sicherer wäre, wenn es nur noch eine vielzahl kleiner banken und Unternehmen geben würde, weil diese einfach flexibler und im insolvenzfall weniger gefährlich für die Wirtschaft sein würden. Die Weisheit und soziale Verantwortung der Manager verdoppelt sich schließlich nicht, wenn sie ihr Unternehmen durch Fusion vergrößert haben. ihre allzumenschlichen Eigenschaften, verdoppelt lediglich die Verwüstungen, die oft am Ende ihrer egomanisch ehrgeizigen Pläne stehen. Auch Leute wie Wiedekind, die sicherlich fähige Manager sind, sind an ihrem Alexanderkomplex gescheitert. Wir brauchen keine Unternehmen, deren Größe ihre Vorstände zu der Annahme verleitet, daß sie scheinbar auserwählt seien ein Weltumspannendes Firmenreich aufzubauen, in dem die Sonne nicht mehr untergeht.

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